ZWR - Das Deutsche Zahnärzteblatt 2015; 124(01): 30-34
DOI: 10.1055/s-0035-1544972
Fortbildung – Zahnerhaltung
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Komplexe Zahnaufbauten als Alternative zur Überkronung

D. Wolff
1  Heidelberg
,
H. J. Staehle
1  Heidelberg
,
C. Frese
1  Heidelberg
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Publication Date:
18 February 2015 (online)

Die Indikationen für direkte Kompositrestaurationen wurden in den letzten Jahren zunehmend erweitert. Die Anwendung von Kompositrestaurationen im Front- und Seitenzahnbereich gehört mittlerweile zur Standardversorgung. Auch ausgedehnte Seitenzahnrestaurationen mit Höckerersatz zeigen sich als erfolgreich im klinischen Einsatz [1]. Im Frontzahnbereich sind ausgedehnte Zahnformkorrekturen und Zahnverbreiterungen aus direkt applizierten Kompositen gute Alternativen zu indirekten Versorgungen, wie zum Beispiel keramischen Veneers oder Kronen [2]. Moderne Kompositmaterialien lassen sich mittels Adhäsivtechnik langzeitstabil an Zahnhartsubstanzen befestigen und weisen dabei hohe mechanische Belastbarkeiten auf. Sie lassen sich zudem ästhetisch anspruchsvoll verarbeiten, da eine breite Palette an Farben und Opazitäten zur Verfügung steht. Im folgenden Fortbildungsartikel werden komplexe Zahnaufbauten aus direkt applizierten Kompositen als Alternative zur Überkronung dargestellt. Es werden anhand von Fallbeispielen technische Vorgehensweisen, Schwierigkeiten bei der Umsetzung, mögliche Komplikationen und Erfolgsraten beschrieben.