Krankenhaushygiene up2date 2015; 10(03): 185-196
DOI: 10.1055/s-0034-1393290
Hygienemaßnahmen
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Grundsätze der Hygiene bei der HNO-Endoskopie[*]

A. Kramer
,
W. Kohnen
,
S. Israel
,
S. Ryll
,
N.-O. Hübner
,
H. Luckhaupt
,
W. Hosemann
Further Information

Publication History

Publication Date:
21 October 2015 (online)

Kernaussagen
  • Bei nicht ordnungsgemäßer Aufbereitung von HNO-Instrumenten ist von einem Infektionsrisiko auszugehen.

  • Die Desinfektion der Hände und patientennahen Flächen als Bestandteil der Basishygiene ist unentbehrlich.

  • Für die Desinfektion wird die Auswahl vom Verbund für Angewandte Hygiene (VAH) zertifizierter Instrumentendesinfektionsmittel empfohlen.

  • Gemäß der KRINKO-BfArM-Empfehlung [1] muss das Instrumentendesinfektionsmittel bakterizid (auch gegen Mykobakterien), fungizid und viruzid wirken.

  • Wenn das Riechepithel im Verlauf der Endoskopie penetriert wurde, ist nach der Vorreinigung als Zwischenschritt das Einlegen in ein prionwirksames Mittel vorzunehmen.

  • Die gelegentlich noch anzutreffende Praxis, MP (Laryngoskope) nach Gebrauch lediglich mit in Alkohol getränkten Kompressen abzuwischen, ist definitiv unzulässig.

  • Für operativ tätige Einrichtungen ist die prospektive klinische Überwachung (Surveillance) von postoperativen Wundinfektionen verpflichtend.

* Erstveröffentlichung in Laryngo-Rhino-Otol 2015; 94: S24 – S31. Dieser Artikel wurde für die Zweitveröffentlichung modifiziert.