Aktuelle Dermatologie 2015; 41(08/09): 346-348
DOI: 10.1055/s-0034-1392780
Eine Klinik im Blickpunkt
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Patientenpräferenzen in der Dermatologie

Patient Preferences in Dermatology

Authors

  • M. L. Schaarschmidt

    1   Competenzzentrum Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm), Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
    2   Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Medizinischen Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg, Heidelberg
  • M. Gutknecht

    1   Competenzzentrum Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm), Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
  • M. Augustin

    1   Competenzzentrum Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm), Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
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Publication History

Publication Date:
27 August 2015 (online)

Zusammenfassung

Es wird immer häufiger gefordert, individuelle Bedürfnisse und Präferenzen der Patienten verstärkt in die therapeutische Entscheidungsfindung einzubeziehen. Hauterkrankungen, besonders wenn sie chronisch verlaufen, beeinflussen das physische, psychische, berufliche und soziale Wohlbefinden der Patienten. Dabei ist nicht nur die Erkrankung selbst, sondern auch die gewählte Therapie ausschlaggebend. Entstehen zwischen den Präferenzen der Patienten und der vom Arzt gewählten Therapie Diskordanzen, kann dies zu einer Unzufriedenheit mit der Therapie führen und eine geminderte Compliance/Adhärenz verursachen. Es wurde gezeigt, dass dermatologische Patienten definierte Präferenzen aufweisen und eine Adressierung dieser Präferenzen zu einer höheren Therapiezufriedenheit führt. Übergeordnetes Ziel ist es, im Zuge des „shared decision makings“ eine größere Patientenzufriedenheit, eine verbesserte Compliance/Adhärenz und somit ein verbessertes Therapieergebnis und eine optimierte Versorgung von Patienten zu erzielen.

Abstract

There is a growing advocacy to incorporate patients’ individual needs and preferences in treatment decision making. Skin diseases, especially when chronic, can strongly affect the physical, emotional, professional and social well-being of patients. Thereby the determining factor is not only the disease, but also its management. Discordance between a recommended treatment and patients’ preferences can cause dissatisfaction with as well as less compliance/adherence to treatments. It was shown that dermatological patients have defined preferences and an incorporation of these preferences improves treatment satisfaction. The superior goal within the process of “shared decision makings” is to increase treatment satisfaction, facilitate compliance/adherence and thereby improve outcome and optimize medical care.