Menschen mit Diabetes haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, eine Depression zu entwickeln,
als Gesunde. Umgekehrt ist das Risiko depressiver Menschen für einen Diabetes vom
Typ II erhöht, und die Kombination von Depression und Diabetes kann die Mortalitätsrate
steigern. Doch ab wann sollte der Arzt oder Psychotherapeut aufhorchen? Ist schon
die Klage über depressive Symptome ein Warnzeichen, oder führt erst die klinisch diagnostizierte
Depression zu einer erhöhten Mortalität? Gießener Wissenschaftler um M. Hofmann sind
dieser Frage in einer ausführlichen Metaanalyse nachgegangen.