Frauenheilkunde up2date 2014; 8(4): 279-290
DOI: 10.1055/s-0034-1383028
Geburtshilfe und Perinatalmedizin
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die Zwillingsgeburt

Friederike Götz
,
Ekkehard Schleußner
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Publication History

Publication Date:
29 August 2014 (online)

Kernaussagen

Die Zwillingsschwangerschaft als solche ist keine Indikation für eine Sectio caesarea, entspricht aber immer einer Risikogeburt, weshalb bereits im Vorfeld die Entbindungsklinik entsprechend dem Risikoprofil ausgewählt und zur Geburtsplanung aufgesucht werden sollte. Die exakte Bestimmung der Chorionizität/Amnionizität möglichst im 1. Trimenon ist von essenzieller Bedeutung für die Betreuung und Entbindungsplanung bei Zwillingsschwangerschaften. In der Praxis müssen die organisatorischen Voraussetzungen und insbesondere die Erfahrung des geburtshilflichen Teams über das geplante Management entscheiden. Fehlen die strukturellen Voraussetzungen und die Routine in Beckenendlagen-Entbindungen, kann der Schwangeren eine vaginale Entbindung nicht angeboten werden. Eine Zentralisierung in Perinatalzentren mit ausreichend erfahrenem Personal ist nicht nur unter Qualitäts-, sondern auch Sicherheitsaspekten empfehlenswert.