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DOI: 10.1055/s-0034-1381293
Internationale Studienergebnisse
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Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
19. Mai 2014 (online)

Koxarthrose – Physiotherapie verzögert OP
Erhalten Menschen mit Koxarthrose Physiotherapie und eine Schulung, kann dies den Zeitpunkt für eine Hüft-TEP deutlich hinauszögern – oder möglicherweise sogar die Operation überflüssig machen. So lautet das Fazit, das Orthopäden aus Norwegen aufgrund ihrer Studie zogen.
An der Untersuchung nahmen 109 Patienten teil, die zwischen 40 und 80 Jahre alt waren und eine symptomatische sowie röntgenologisch nachgewiesene Koxarthrose hatten. Auf dem Harris-Hip-Score, einem Fragebogen, der vor allem die täglichen Einschränkungen aufgrund einer Hüftgelenkpathologie erfasst, erreichten die Probanden zwischen 60 und 95 Punkte (exzellenter Funktionsstatus: 100 Punkte). Entsprechend war noch bei keinem von ihnen eine Operation geplant. Patienten, die eine schwere Koxarthrose hatten, wurden aus der Studie ausgeschlossen.
Alle Patienten wurden in zwei Gruppen randomisiert: Die eine nahm über zwölf Wochen zwei- bis dreimal wöchentlich an einer speziellen Therapie mit Dehnungen, Kräftigungen und funktionellen Übungen teil. Die restlichen Probanden erhielten in dieser Zeit keine Physiotherapie. Es zeigte sich, dass rund 40 Prozent der Patienten der Übungsgruppe noch mindestens sechs Jahre ohne Hüft-TEP auskamen. In der Kontrollgruppe waren das nur 25 Prozent. Zudem hatten die Teilnehmer der Trainingsgruppe eine bessere Hüftfunktion. Hinsichtlich Schmerz und Steifigkeit unterschieden sich beide Gruppen nicht.
josc