Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2014; 11 - A148
DOI: 10.1055/s-0034-1375507

eHealth in der Kommunikation zwischen Arzt, Patient und Pflege: eine Option bei Brustkrebs?!

R Würstlein 1, T Kirkovits 1, I Bauerfeind 2, R Haidinger 3, U Goldmann-Posch 4, K Paradies 5, N Harbeck 1, T Schinkoethe 1
  • 1Brustzentrum am Klinikum der Universität München, CCC of LMU, München, Deutschland
  • 2Klinikum Landshut, Gynäkologie und Geburtshilfe, Landshut, Deutschland
  • 3Brustkrebs Deutschland e.V., Hohenbrunn/München, Deutschland
  • 4mamazone, Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V., Augsburg, Deutschland
  • 5KOK, Konferenz onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege, Hamburg, Deutschland

Zielsetzung:

Der Mangel an Compliance und Adhärenz in der oralen Therapie bei Patientinnen mit Brustkrebs führt zu einem signifikanten Anstieg der Mortalität. Einnahmetreue und etwaige Nebenwirkungen können nur schlecht kontrolliert werden, Gegenmaßnahmen nur verspätet eingeleitet werden.

Im Rahmen einer Befragung soll die aktuelle Nutzung von Internet und modernen Medien unter Brustkrebspatientinnen, gynäkologischen Onkologen/-innen und onkologischen Fachpflegekräften ermittelt werden. Spezielles Augenmerk wird darauf gelegt, wie die Kommunikation zwischen diesen Gruppen verbessert und damit die Compliance der Patientinnen gesteigert werden kann.

Materialien und Methoden:

Mithilfe eines anonym auszufüllenden Fragebogens wurden die technische Ausstattung (u.a. PC, Tablet, Smartphone) sowie das Nutzungsverhalten von Internet und anderen Kommunikationswegen ermittelt. Auch die Vorstellungen und Wünsche für zukünftige Möglichkeiten der eHealth-basierten Patientenunterstützung wurden erhoben.

Ergebnisse:

Insgesamt nahmen 631 Patientinnen, 120 Ärzte und 96 Pflegekräfte an der Umfrage teil.

Die Überwiegende Mehrheit der Befragten nutzen das Internet sowohl für alltägliche Dinge, als auch für gesundheitsbezogene Zwecke (Patienten: 93% bzw. 77%; Ärzte: 100% bzw. 98%; Pflege: 92% bzw. 93%). Eine überwiegende Mehrheit aller Teilnehmer befürwortet eine internetbasierte Therapieunterstützung. Hierbei bevorzugen ältere Patientinnen den Computer, während das Smartphone eher mehr von jüngeren gewünscht wird.

Zusammenfassung:

Diese Umfrage zur Anwendung von eHealth in der gynäkologischen Onkologie zeigt ein großes Interesse unter Ärzten/-innen, Pflegepersonal und Patientinnen. Zusätzliche und interaktive Unterstützungsangebote bei der Behandlung von Brustkrebs bieten neue Ansatzmöglichkeiten.