Der Klinikarzt 2013; 42(12): 570-572
DOI: 10.1055/s-0034-1368113
Schwerpunkt
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Organtransplantation – Was hat sich geändert?

Organ transplantation – What has changed?
Theodor Windhorst
1  Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Münster
› Author Affiliations
Further Information

Publication History

Publication Date:
20 January 2014 (online)

Zusammenfassung

Nach den Unregelmäßigkeiten an deutschen Transplantationszentren muss das Vertrauen der Bevölkerung in den Nutzen einer Organspende wieder hergestellt werden. Nur durch Transparenz, Ehrlichkeit und Qualitätssicherung als vertrauensbildende Maßnahmen können die rückläufigen Organspendezahlen wieder erhöht werden. Auch an die Novellierung des Transplantationsgesetzes vom 1. November 2012 ist die Hoffnung geknüpft, die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen. Mit der sogenannten Entscheidungslösung informieren die Krankenkassen ihre Mitglieder über 16 Jahre alle 2 Jahre mit schriftlichem Material und fordern sie zu einer persönlichen Entscheidung auf, ob sie zu einer Organspende bereit sind. Dabei ist zu beachten, dass Organspende und Patientenverfügung sich nicht ausschließen. Wer seine Organe nach seinem Tod spenden möchte, sollte demzufolge seine Patientenverfügung entsprechend einschränken.

Summary

Irregularities in clinics for organ transplantation have damaged public confidence in organ donation in Germany. Trust must be restored by greater transparency, honesty and quality assurance so that numbers of organ donations will rise again. New legal regulations for organ transplantation in Germany came into effect in November 2012 and will hopefully increase the willingness to donate organs. Statutory health insurance companies in Germany will inform their members about organ donation and ask them to decide whether or not they would be willing to donate their organs. Advance health care directives should address the topic of donating organs.