Radiologie up2date 2014; 14(01): 15-29
DOI: 10.1055/s-0033-1359241
Gerätetechniken/Neuentwicklungen/Digitale Radiologie
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Suszeptibilitätsgewichtete Bildgebung in der Neuroradiologie

Susceptibility weighted imaging in neuroradiology
S. Peters
Further Information

Publication History

Publication Date:
01 March 2014 (online)

Zusammenfassung

Suszeptibilitätsgewichtete Bildgebung (SWI) ist eine Möglichkeit, hochaufgelöst und sensitiv geringe Magnetfeldinhomogenitäten nachzuweisen. Diagnostisch lässt sich dies besonders nutzen, um venöse Anomalien, Blutabbauprodukte und Verkalkungen zu visualisieren. Je nach Hersteller unterscheiden sich die kommerziellen SWI-Sequenzen in technischen Details, wobei die Ergebnisse vergleichbar scheinen. Dieser Artikel fasst die technischen Grundlagen der Sequenz zusammen und bietet einen Überblick über mögliche Anwendungsbereiche, wobei die zu beobachtenden Veränderungen von klinisch relevant bis experimentell/investigativ reichen. Bei gezielter Anwendung ist die SWI ein nützlicher Baustein im MRT-Repertoire und kann einen diagnostischen Zusatznutzen bringen, um zur richtigen Diagnose zu gelangen.

Abstract

Susceptibility weighted imaging (SWI) is able to detect small magnetic inhomogeneities in high resolution images. These can be used for diagnostic purposes to visualize venous anomalies, blood residuals and calcifications. The commercial sequences differ in technical details depending on the producer, whereas the results seem to be comparable. This article provides the technical basics and a review of possible applications. The detectable changes range from clinical relevant to experimental. Used systematically SWI is a valuable MRI module and helps to find the right diagnosis with additional information.

Kernaussagen
  • SWI-Sequenzen unterscheiden sich je nach Hersteller in technischen Details, wobei die Darstellungsergebnisse vergleichbar scheinen.

  • In der Sensitivität ist die SWI der konventionellen T2*-Bildgebung deutlich überlegen und stellt in vielen Fällen einen zusätzlichen Baustein im MRT-Repertoire dar.

  • Bei gezielter Anwendung kann die SWI einen hohen diagnostischen Zusatznutzen bringen und helfen, zur richtigen Diagnose zu gelangen.