Frauenheilkunde up2date 2014; 8(1): 25-40
DOI: 10.1055/s-0033-1357879
Geburtshilfe und Perinatalmedizin
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Hepatologische Erkrankungen in der Schwangerschaft

Mod. nach Erstpublikation in Gastroenterologie up2date 2013; 9: 25–40
Vincent Zimmer
,
Frank Lammert
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Publication Date:
28 February 2014 (online)

Einleitung

Da Lebererkrankungen in der Schwangerschaft einen häufigen Konsultationsgrund im hepatologischen Alltag darstellen und nicht adäquat diagnostizierte und therapierte Lebererkrankungen für Mutter und Kind schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen können, ist eine strukturierte und zuverlässige Abklärung erforderlich. Klinische Entscheidungen sollten dabei in der Regel, insbesondere mit Blick auf die typischen schwangerschaftsspezifischen Lebererkrankungen, interdisziplinär im Konsens mit dem primär behandelnden Frauenarzt bzw. Geburtshelfer getroffen werden.

Einteilung. Aus didaktischen und konzeptionellen Gründen hat sich die Kategorisierung der unterschiedlichen hepatologischen Erkrankungen in der Schwangerschaft wie folgt bewährt:

  • schwangerschaftsspezifisch

  • koexistent

  • präexistent

Tipp für die Praxis

In der Regel erfordert die Diagnosestellung einer schwangerschaftsspezifischen Lebererkrankung den Ausschluss von ko- bzw. präexistenten Hepatopathien.

Der vorliegende Übersichtsartikel soll unter Betonung der besonderen pathophysiologischen und klinischen Aspekte der schwangerschaftsspezifischen Erkrankungen eine Übersicht zu Diagnostik und Therapie unterschiedlicher Lebererkrankungen in der Schwangerschaft geben.