Der Klinikarzt 2013; 42(2): 80-87
DOI: 10.1055/s-0033-1343588
Schwerpunkt
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Zertifizierung für „Qualifizierte Schmerztherapie“ – Nachhaltige Verbesserung der Versorgungsrealität in deutschen Krankenhäusern

Certification for “qualified pain therapy” – Sustained improvements of management reality in german hospitals
Christoph Maier
1  Abteilung für Schmerzmedizin, Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH, Ruhr-Universität Bochum
,
Nadja Nestler
2  Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Institut für Pflegewissenschaft und Praxis, Salzburg
,
Nora Hansel
1  Abteilung für Schmerzmedizin, Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH, Ruhr-Universität Bochum
,
Winfried Hardinghaus
3  Niels-Stensen-Kliniken, Krankenhaus St. Raphael, Universität Osnabrück
,
Friedemann Nauck
4  Zentrum für Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin, Universitätsmedizin Göttingen
,
Jürgen Osterbrink
2  Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Institut für Pflegewissenschaft und Praxis, Salzburg
,
Esther Pogatzki-Zahn
5  Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, Universitätsklinik Münster
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Publication Date:
25 March 2013 (online)

Die zunehmende Akzeptanz und der Umstand, dass sich inzwischen jährlich zwischen 20 und 25 Kliniken einem freiwilligen Zertifizierungsprozess für eine „Qualifizierte Schmerztherapie“ im Krankenhaus unterziehen, unterstreichen den Bedarf für ein derartiges Programm, das in dieser Größenordnung und mit diesem Anspruch einer flächendeckenden Optimierung der Schmerztherapie im Krankenhaus derzeit weltweit alleinstehend ist. Die hier präsentierten Daten belegen, dass eine qualifizierte Schmerztherapie auch unter den heutigen Umgebungsbedingungen möglich ist und bei entsprechendem Engagement sicherstellen kann, dass die Mehrzahl der Patienten lediglich Schmerzen vertretbarer Intensität ertragen muss. Diese Daten stehen dadurch in einem erfreulichen Gegensatz zu den vormals eher resignativen Konsequenzen amerikanischer und europäischer Autoren, die einen nur geringen Fortschritt in der Versorgung akuter Schmerzzustände trotz aller Bemühungen konstatieren mussten.

The increasing acceptance of – and the fact that each year between 20 and 25 hospitals voluntarily undergo – the certification process for “qualified pain therapy” in hospitals, emphasizes the need for such a program which, with this magnitude and the claim for a nation-wide optimization of pain therapy in hospitals, is unique worldwide. The data presented here confirm that qualified pain therapy is possible even under today's local circumstances and with the necessary engagement can ensure that for the majority of the patients their pain can be reduced to a tolerable level. These data thus demonstrate a gratifying contrast to the previous, rather pessimistic opinions of American and European authors who predicted only minor advances in the management of acute pain states in spite of the intensive efforts.