ZWR 2012; 121(12): 650-653
DOI: 10.1055/s-0033-1333563
Fortbildung
Zahnerhaltung / Produktkonzept
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Moderne Füllungstherapie: minimal-invasiv?

A M Kielbassa
1  Zentrum für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie, Universität für Zahnmedizin, Danube Private University, A-Krems
,
P Tschoppe
2  Zahn & Mensch, Privatordination für interdisziplinäre Zahnmedizin, A-Innsbruck
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Publication Date:
03 January 2013 (online)

Umwelt- und gesundheitspolitische Entwicklungen, non- und minimal-invasive Therapieansätze sowie ein verändertes Gesundheits- und Ästhetikbewusstsein sind einige der wichtigsten Einflussfaktoren der modernen Zahnmedizin. So wird eine Füllungstherapie angestrebt, die ein minimal-invasives Vorgehen ermöglicht, ein wirtschaftliches und anwenderfreundliches Arbeiten erlaubt, den ästhetischen Ansprüchen der Patienten entgegenkommt und darüber hinaus eine möglichst geringe Belastung für die Umwelt darstellt. In der Praxis müssen bei der Materialwahl jedoch nicht selten Kompromisse eingegangen werden. Gerade in betriebswirtschaftlicher Hinsicht werden vom Behandler zum Teil schwierige Entscheidungen abverlangt, denn nicht alle Patienten sind zu einer privaten Zuzahlung bereit; in einigen Fällen sind Patienten auch einfach nicht in der Lage, die Mehrkosten für aufwendige ästhetische Lösungen zu tragen. Im Seitenzahnbereich musste hierbei lange Zeit allein auf Amalgamfüllungen zurückgegriffen werden – es besteht jedoch sowohl auf Behandler- als auch auf Patientenseite immer häufiger der Wunsch nach einer ästhetischen, zahnfarbenen (und damit amalgamfreien) Füllungstherapie. Die Zahnmedizin befindet sich in dieser Hinsicht nach wie vor auf der Suche nach geeigneten alternativen Materialien für bestimmte Indikationen. Wie kann also ein möglicher Weg in der Füllungstherapie aussehen, der den genannten Anforderungen gerecht wird?