Z Phytother 2013; 34(1): 26-28
DOI: 10.1055/s-0032-1331478
Praxis
Lipödem/Lymphödem
© Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG

Unterstützung der Ödemausschwemmung durch Brennnessel – Eine Kasuistik

Rainer Stange
,
Rainer Brenke
,
Andreas Michalsen
,
Christine Pflugbeil

Subject Editor:
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Publication History

Publication Date:
28 March 2013 (online)

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Frau A.W. wurde in ihrem 60. Lebensjahr elektiv von ihrem Hausarzt nach wenigen Tagen Wartezeit in eine naturheilkundliche Krankenhausabteilung mit allgemeininternistischem Indikationsspektrum zur vollstationären Therapie aufgenommen. Grund für die Aufnahme war eine ambulant nicht mehr beherrschbare zunehmende Einschränkung der Mobilität, für die insbesondere ausgedehnte Beinödeme verantwortlich gemacht wurden, die als Lip-/Lymphödem im Sinne einer Elephantiasis gedeutet wurden. Diese Diagnose sei bereits 6 Jahre zuvor gestellt worden. Die Patientin hatte längerfristig regelmäßige häusliche Lymphdrainage erhalten. Eine Gewichtszunahme um 20 kg in den letzten 2, bzw. 35 kg in den letzten 5 Jahren sei dennoch nicht vermeidbar gewesen, insgesamt sei eine Gewichtsverdopplung in den vergangenen 9 Jahren erfolgt. Die Beweglichkeit war hochgradig eingeschränkt, die Patientin auch in der Wohnung nur mit Rollator bzw. Rollstuhl beweglich.

In der Anamnese fanden sich ferner seit etwa 15 Jahren rezidivierende Depressionen, die später als bipolar affektive Störung diagnostiziert worden waren. Deswegen erfolgte die Frühberentung der früheren Arzthelferin. Für eine ätiologische Begünstigung der Gewichtsentwicklung durch vermutlich früher gegebene Psychopharmaka wurden uns bei insgesamt sehr spärlicher Dokumentation keine Hinweise geliefert.

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Abb. 1: KPE als Bestandteil der Therapie, d. h. Lymphdrainage mit anschließender Kompressionsbandage und Bewegung in der Kompression (nachgestellte Situation).
© Thomas Möller/Thieme Verlagsgruppe