Klin Padiatr 2012; 224(06): 335-338
DOI: 10.1055/s-0032-1327615
Editorial
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Die Behandlungssituation in der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie nach der Änderung des Arzneimittelgesetzes im Jahr 2004 und die Prüfung neuer Therapieoptionen

Treatment of Children and Adolecents with Cancer after the Application of the Guide Lines for Good Clinical Practice in 2004 and the Evaluation of New Measurements
U. Göbel
,
D. Körholz
,
T. Bernig
,
T. Niehues
,
T. Klingebiel
,
A. Eggert
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Publication Date:
09 November 2012 (online)

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Einheitliche Therapiekonzepte und begleitende experimentelle Forschung

Die Behandlung bösartiger Tumoren bei Kindern und Jugendlichen hat in den vergangenen 5 Jahrzehnten große Fortschritte gemacht, wie die Daten für das ereignisfreie Überleben (EFS) 2 Jahre nach Diagnosestellung im Abstand der Dezennien zeigen ([Abb. 1]) [10]. Diese Fortschritte sind auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen, deren Wertigkeit für jede Tumorgruppe gesondert zu evaluieren ist. Dies ist im Rahmen der kooperativen multizentrischen und interdisziplinären Therapieoptimierungsprotokolle bestens möglich, die auch eine wesentliche Grundlage des therapeutischen Erfolges sind [10]. Auf dem Boden einheitlicher Konzepte für Diagnostik und Therapie haben sich die Kenntnisse zur Biologie der bösartigen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter verbessert und translationale Begleitforschungen das Grundlagenwissen ergänzt [18]. Ein Beispiel für derartige präklinische Forschungen stellen viele der Vorträge dar, die während der 21. Jahrestagung für Experimentelle Neuroonkologie gehalten wurden [s. S. 421–426].

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Abb. 1 Mellensteine der Pädiatrischen Onkologie: Zwei Jahresüberlebensraten für verschiedene Diagnosegruppen in Abhängigkeit vom medizinischen Fortschritt [10].