Gastroenterologie up2date 2012; 08(04): 313-321
DOI: 10.1055/s-0032-1325920
Endoskopie/Gastorintestinale Radiologie/Sonografie
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Antikoagulation und endoskopische Intervention

Wolfgang Fischbach
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Publication Date:
06 December 2012 (online)

Kernaussagen

Substanzen

  • Bei den verwendeten Substanzen gilt es, zwischen den sog. Thrombozytenaggregationshemmern (ASS sowie Thienopyridine wie Clopidogrel und Ticlopidin) und der Antikoagulation mittels Cumarinderivaten oder Heparinen zu unterscheiden.

  • Hinzu kommen zukünftig neue orale Antikoagulanzien (Apixaban, Dabigatran, Rivaroxaban).

Endoskopie

  • Endoskopische Eingriffe können notfallmäßig oder dringlich indiziert sein oder aber im Sinne elektiver Interventionen geplant werden.

  • Endoskopische Untersuchungen sind je nach Art entweder mit einem geringen oder hohen Blutungsrisiko assoziiert. Dieses gilt es vorab zu definieren, da es unmittelbar das periendoskopische Management beeinflusst.

Thromboembolisches Risiko

  • Die Indikation zur Einnahme von Thrombozytenaggregationshemmern oder von Antikoagulanzien basiert auf Erkrankungen, die (ohne diese Substanzen) mit einem niedrigen oder hohen thromboembolischen Risiko einhergehen.

  • Dieses bestimmt wesentlich das periinterventionelle Vorgehen.

Antikoagulation und endoskopische Intervention

  • Es handelt sich um eine typische klinische Situation, die ein interdisziplinäres Vorgehen von Gastroenterologen und Kardiologen erfordert.