Rofo 2013; 185(3): 268-269
DOI: 10.1055/s-0032-1325515
Der interessante Fall
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Ipilimumab-induzierte Hypophysitis

S. Schleder
,
S. Schreml
,
P. Heiss
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Publikationsverlauf

21. August 2012

05. Oktober 2012

Publikationsdatum:
15. November 2012 (online)

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Einführung

Bei Ipilimumab (syn. MDX-010 oder MDX-101, Handelsname Yervoy) handelt es sich um einen vollständig humanen monoklonalen IgG1κ-Antikörper. Dieser wirkt über eine Verstärkung der T-Zell-vermittelten Immunantwort. Ipilimumab inhibiert das zytotoxische T-Lymphozyten-Antigen-4 (CTLA-4, CD152) und führt so zur T-Zell-Aktivierung und -Proliferation sowie Lymphozyteninfiltration in Tumoren, wodurch ein Tumorzelltod induziert wird.

Eingesetzt wird Ipilimumab bei Patienten mit nicht resezierbaren oder metastasierten malignen Melanomen, welche mindestens eine Vortherapie erhalten haben (z. B. Interleukin-2, Dacarbazin [DTIC], Temozolomid, Fotemustin, Carboplatin) und entweder ein Rezidiv nach erfolgtem Ansprechen erlitten oder nicht angesprochen haben bzw. die Vorbehandlung wegen unerwünschten Arzneimittelwirkungen nicht vertragen haben.

Eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung der Ipilimumab-Therapie ist die Hypophysitis (Dillard T et al. Pituitary 2010; 13: 29 – 38).