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DOI: 10.1055/s-0032-1311422
Kontrastmittelgestützte MR-Angiographie bei Verschlusskrankheit der Becken-Bein-Arterien: Verbesserung der Bildqualität durch automatische Bildregistrierung
Ziele: Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) der Becken-Bein-Arterien ist die kontrastmittelgestützte MR-Angiographie (MRA) eine nicht-invasive bildgebende Alternative zur digitalen Subtraktionsangiographie (DSA). Bei der DSA kann die Bildqualität durch Verschieben von Bildmaske/Kontrastbild (Pixelshift) verbessert werden, falls sich der Patient während der DSA-Serie bewegt hat. Diese Studie untersucht, ob eine ähnliche Bildregistrierung auch die Bildqualität bei der Becken-Bein-MRA verbessern kann. Methode: Über einen Zeitraum von 3 Jahren wurden 404 Becken-Bein-MRA von Patienten mit PAVK-Symptomen prospektiv in die Studie eingeschlossen. Drei weitere MRA wurden wegen mangelnder Bildqualität ausgeschlossen. Die üblichen nicht-registrierten MRA wurden mittels Varianzanalyse mit MRA verglichen, die mit dreidimensionaler automatischer Bildregistrierung (linear, affin, und nicht-linear) nachverarbeitet worden waren. Die Bildqualität wurde hierbei mit vier Parametern quantifiziert: Die Vessel-Detection-Probability (VDP) in Maximum-Intensity-Projection (MIP) Bildern sowie drei unterschiedliche Contrast-to-Noise Ratios (CNR) in MIP-Bildern und dreidimensionalen Bilddatensätzen. Ergebnis: Insgesamt verbesserte Bildregistrierung die MRA-Bildqualität signifikant (P<0.05). Die deutlichste Verbesserung bestand bei den 12% der Unterschenkel, die sich während der MRA um 1 Millimeter oder mehr bewegt hatten. In diesen Fällen verbesserte sich die VDP um 20–49%, wenn lineare Registrierung anstelle von keiner Registrierung verwendet wurde (P<0,05). Bei Verwendung von nicht-linearer Registrierung verbesserte sich die VDP zusätzlich (P<0,05). Die drei CNR-Parameter zeigten ähnliche Trends. Schlussfolgerung: Bei Patienten mit PAVK-Symptomen kann automatische Bildregistrierung die Bildqualität der kontrastmittelgestützten Becken-Bein-MRA insbesondere an den Unterschenkeln verbessern. Dies ist ähnlich wie bei der Pixelshift bei der DSA.
Keywords: Periphere arterielle Verschlusskrankheit, Magnetresonanzangiographie, Digitale Bildverarbeitung, Bildregistrierung, Bildqualität
Korrespondierender Autor: Menke J
Universitätsmedizin Göttingen, Diagnostische Radiologie, Robert-Koch-Strasse 40, 37075 Göttingen
E-Mail: Menke-J@T-Online.de