Rofo 2012; 184 - VO208_4
DOI: 10.1055/s-0032-1311095

Stress-induzierte Myokardiale Perfusionsuntersuchung mittels Dynamischer CT: Diagnostische Genauigkeit im Vergleich zur Kardialen MRT

F Bamberg 1, D Theisen 2, K Bauner 2, K Hildebrandt 2, R Marcus 2, M Greif 3, F Schwarz 2, TR Johnson 2, MF Reiser 2, A Becker 3, K Nikolaou 2
  • 1Ludwig-Maximilians Universität München, Institut für Klinische Radiologie, München
  • 2Ludwig-Maximilans Universität München, Institut für Klinische Radiologie, München
  • 3Ludwig-Maximilans Universität München, Medzinische Klinik II, Kardiologie, München

Ziele: Ziel der Studie war die Bestimmung der diagnstischen Genauigkeit einer adenosin-induzierten myokardialen Perfusionsuntersuchung mittels dynamischer Computertomographie (CT) im Vergleich zur kardialen Magnetresonanztomographie (MRT). Methode: In dieser prospektiven Kohortenstudie wurden Patienten mit bekannter oder vermuteter Koronarer Herzkrankheit eingeschlossen. Alle Patienten wurden mittels EKG-synchronisierter, adenosin-induzierter CT Perfusionsmessung (sequentiell, 100kV, 320mAs/rot, Dual-Source CT) sowie MRT (3T, Goldstandard) untersucht. Basierend auf den CT Daten wurde der myokardiale Blutfluss (MBF) mit einer non-parametrischen Dekonvolutionstechnik für alle 16 myokardialen Segmente bestimmt und mit den MRT Ergebnissen korreliert (Ruhe, Stress, sowie Gd-delayed Enhancement). Ergebnis: Von 35 eingeschlossenen Patienten komplettierten 22 das CT- und MRT-Untersuchungsprotokoll (mittleres Alter: 67±9 Jahren; 82% männlich). Die Prävalenz von ischämischen und infarzierten myokardialen Segmenten im MRT war hoch (28.4% und 13.3%; respektive). Mit einem Cut-point von 90ml/mg/min des MBF, ergab sich eine gute diagnostische Genauigkeit der CT-basierten Messung für die Erkennung eines endocardialen Perfusionsdefektes (Sensitivität: 81.2% [95%-CI: 0.72–0.88], NPV: 89.22%, [95%-CI: 0.84–0.93]) uns eine sehr gute Genauigkeit für die Erkennung von infarzierten Myokardsegmenten (Sensitivität: 89.6% [95%-CI: 0.77–0.96], NPV: 97.4% [0.94–0.99]) mit einem moderatem PPV (60% und 62%; respektive). Weiterhin konnten mittels CT alle Segmente mit transmuralen Perfusionsdefekten in der MRT richtig erkannt werden (9/9, 100% Sensitivität). Schlussfolgerung: Mittels dynamischer myokardialer CT-Perfusionsuntersuchung erscheint grundsätzlich die Erkennung und Charakterisierung von Perfusionsdefekten ähnlich der MRT möglich.

Keywords: Koronar CT, CT Perfusion, Vitalität

Korrespondierender Autor: Bamberg F

Ludwig-Maximilians Universität München, Institut für Klinische Radiologie, Marchioninistr. 15, 81377 München

E-Mail: Fabian.Bamberg@med.uni-muenchen.de