Fortschr Röntgenstr 2012; 184 - RK201_2
DOI: 10.1055/s-0032-1310674

Rechtsventrikuläre Dilatation – Untersuchungsprotokolle und Differentialdiagnosen

M Grothoff 1
  • 1Universität Leipzig – Herzzentrum, Radiologie, Leipzig

Die rechtsventrikuläre Dilatation ist mit einer Vielzahl von kardialen und extrakardialen Erkrankungen assoziiert. Neben zahlreichen angeborenen Herzfehlern mit links-rechts Shunt und resultierender Volumenbelastung können u.a. Lungenerkrankungen, Lungenembolien oder Erkrankungen wie die arrhythmogene rechtsventrikuläre Dysplasie ursächlich sein. Die Visualisierung des rechten Ventrikels ist in der Echokardiographie häufig eingeschränkt. Die kardiale Magnetresonanztomographie arbeitet hingegen unabhängig von Patientenkonstitution und Schallfenster und hat sich bei der Bestimmung der rechtsventrikulären Volumina mittels Cine steady-state free-precession Sequenzen als Goldstandard etabliert. Die Volumetrie des geometrisch komplexen rechten Ventrikels sollte dabei standardisiert erfolgen, um eine gute Reproduzierbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. Neben der volumetrischen Information bietet die Magnetresonanztomographie zudem die Möglichkeit mittels der Phasenkontrast-Flussmessung zugrundeliegende Shunts nachzuweisen oder auszuschließen und nach Kontrastmittelgabe rechtsventrikuläres myokardiales Narbengewebe zu visualisieren und zu quantifizieren.

Lernziele:

  • Bestimmung der rechtsventrikulären Volumina.

  • Normwerte der rechtsventrikulären Größe und Funktion.

  • Differentialdiagnose der rechtsventrikulären Dilatation.

  • Welche Sequenzen und Orientierungen sind sinnvoll?

Korrespondierender Autor: Grothoff M

Universität Leipzig – Herzzentrum, Radiologie, Strümpellstrasse 39, 04289 Leipzig

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