Radiologie up2date 2012; 12(02): 93-96
DOI: 10.1055/s-0032-1308940
Der besondere Fall
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Komplikation nach Pulmonalvenenablation

M. Rauch
,
H. Strunk
,
H. H. Schild
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Publication History

Publication Date:
12 June 2012 (online)

Fallvorstellung

Bei einem 78-jährigen Patienten wurde bei persistierendem Vorhofflimmern eine Pulmonalvenenablation durchgeführt, welche in einer elektrischen Isolation der Pulmonalvenen und Konversion in den Sinusrhythmus mündete. Nach der Entlassung reiste der Patient für 3 Wochen nach Südosteuropa. Eine Woche nach Rückkehr stellte er sich notfallmäßig mit seit 10 Tagen anhaltenden Fieberschüben, Husten und Auswurf vor. Eine antibiotische Therapie bei Verdacht auf respiratorischen Infekt wurde bereits im Ausland eingeleitet. In der durchgeführten Erregerdiagnostik wurden eine Malaria, eine Endokarditis und erregerbedingte Meningoenzephalitiden ausgeschlossen. 3 Tage nach stationärer Aufnahme kam es zu einer Vigilanzminderung des Patienten, es trat eine Aphasie, eine beidseitige Armparese und eine Pupillendifferenz auf. Ein daraufhin durchgeführtes CCT zeigte die in Abb. [1] dargestellten Befunde. Wegen Teerstuhls wurde eine Koloskopie durchgeführt, die jedoch ohne wegweisenden Befund blieb. Nach intensivstationärer Aufnahme kam es im weiteren Verlauf zu einer wechselnden neurologischen Symptomatik. Bei weiterhin erhöhten Infektparametern und Temperaturanstieg konnten in der Blutkultur gasbildende Enterokokken und Candida albicans nachgewiesen werden. Ein Verlaufs-CCT (Abb. [2]) sowie eine CT des Thorax (Abb. [3]) wurden zur weiteren Fokussuche veranlasst. Zur Abklärung des in der CT des Thorax erhobenen auffälligen Befunds (Abb. [3]) wurde ein ergänzendes Kardio-CT (Abb. [4]) durchgeführt.