Dialyse aktuell 2012; 16(02): 122
DOI: 10.1055/s-0032-1307033
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Lipidapherese bei schwerer Hypercholesterinämie – Wenn Diät und Medikamente nicht ausreichen

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Publication Date:
08 March 2012 (online)

 

Die medikamentöse Behandlung von Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie ist problematisch. Die Standardtherapie beginnt mit einem Statin und kann mit Ezetimib oder Ionenaustauschern kombiniert werden. Diese Patienten können jedoch auch durch eine maximale diätetische und medikamentöse Kombinationstherapie nicht ausreichend therapiert werden. Die Anzahl der therapierefraktären Patienten wird auf etwa 6000 Patienten in der Bundesrepublik geschätzt [ 1 ].

Die Hochrisikogruppe der therapierefraktären Patienten benötigt demzufolge eine aggressive LDL-Absenkung. Die Lipid-apherese ist die einzige Möglichkeit, diese Hochrisikogruppe in den durch die Fachgesellschaften postulierten Bereich (< 70 mg/dl [ 2 ]) zu führen oder das Risiko entsprechend zu reduzieren. Das DALI®-Verfahren (Direkte Adsorption von LIpoproteinen) erlaubte im Gegensatz zu allen anderen Methoden der Lipidapherese als erstes die Elimination des LDL-Cholesterins aus dem Vollblut [ 3 ], [ 4 ]. Seit der Einführung des DALI-Systems 1996 wurden in mehr als 20 Ländern weltweit mehr als 350 000 Behandlungen mit gutem Erfolg durchgeführt.