Gesundh ökon Qual manag 2012; 17(3): 138-143
DOI: 10.1055/s-0031-1299401
Originalarbeit
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Präferenzmessung im Krankenhaus – wissen, was den Patienten wirklich wichtig ist[1]

Measuring Preferences Related to Hospitals Knowing what Patients Really Want
K. Koppe
,
S. Bethge
,
A. C. Mühlbacher
Further Information

Publication History

Publication Date:
22 June 2012 (online)

Zusammenfassung

Die stärkere Marktorientierung des Gesundheitswesens führt zu einem Wettbewerb zwischen den Krankenhausbetreibern. Diese Entwicklung geht mit einer verstärkten Patientenorientierung einher. Mit dem Wissen über die Präferenzen der potenziellen Patienten werden Krankenhäuser befähigt, ihre Patienten- bzw. Kundenorientierung zu optimieren. Ziel der vorliegenden Studie war es, zu prüfen, ob die Präferenzen der Bürger in Bezug auf die Krankenhauswahl analysiert werden können. Die Präferenzmessung wurde mithilfe eines Discrete-Choice-Experiments (DCE) durchgeführt. Sehr wichtig ist den Bürgern die medizinische Qualität, dicht gefolgt von der Koordination und Vernetzung der Behandlungsschritte. Daran schließen sich Sauberkeit, tägliche Betreuungszeit und Freundlichkeit des Personals an. Dementsprechend sollten in einer Zeit der begrenzten Ressourcen, die vorhandenen Mittel eher für die Bereiche ausgegeben werden, die medizinisch sinnvoll sind und gleichzeitig dem Patienten einen höheren Nutzen stiften.

Abstract

The growing market orientation of health services leads to a competition between hospitals associated with an increased focus on the patients needs. With the knowledge about preferences of potential patients, hospitals are able to optimize their patient or customer orientation. The pilot study’s aim was to test, if public preferences regarding the choice of hospitals can be elicited. For measuring those preferences, a discrete choice experiment (DCE) was applied. Medical quality was most important, followed closely by the coordination and networking of treatment steps. These are followed by cleanliness, time of daily care and friendly staff. In a time of limited resources the existing resources should be spent in areas that are medically reasonable and produce a greater benefit for the patient.

1 Forschungsprojekt wurde betreut durch Prof. Dr. rer. oec. A. C. Mühlbacher, Stiftungsinstitut Gesundheitsökonomie und Medizinmanagement (IGM).