Rofo 2011; 183(12): 1103
DOI: 10.1055/s-0031-1295628
Brennpunkt
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Leberadenome – Subgruppenbestimmung durch MRT und Leberbiopsie

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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
05. Dezember 2011 (online)

 

Hepatozelluläre Adenome werden in unterschiedliche genotypische und phänotypische Subgruppen unterteilt, die mit eigenen klinischen Profilen einhergehen. M. Ronot et al. untersuchten, wie gut MRT und Leberbiopsie zwischen diesen Subgruppen differenzieren können.
Hepatology 2011; 53: 1182–1191

Grundlage der retrospektiven Analyse bildeten Patienten, die sich zwischen Juni 1998 und Mai 2008 einer Resektion eines Leberadenoms unterzogen hatten und bei denen zuvor sowohl eine Leberbiopsie als auch ein gadoliniumkontrastverstärktes MRT der Leber mit einem 1,5-T-Gerät durchgeführt worden waren. Die MRTAufnahmen wurden erneut von 2 unabhängigen Untersuchern begutachtet, die Biopsien von einem Pathologen. War genug Material vorhanden, erfolgten auch immunhistochemische Färbungen. Die Untersucher klassifizierten anhand der Befunde die Leberadenome in unterschiedliche Subgruppen. Als Vergleichsstandard dienten die Ergebnisse der histopathologischen Untersuchung der Operationspräparate.

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MRT von multiplen hepatozellulären Adenomen. In der T1-gewichteten GE-Sequenz inphase (a) erscheinen sie leicht hyperintens. In der T1-gewichteten GE-Sequenz out-of-phase (b) ist das größere Adenom (Pfeil) im linken Leberlappen deutlich hypointens dargestellt als Hinweis auf den Fettgehalt der Läsion.(Bild: Rummeny EJ/Reimer P/Heindel W (Hrsg.). RRR Ganzkörper-MR-Tomographie. Thieme 2006)