Frauenheilkunde up2date 2011; 5(5): 293-307
DOI: 10.1055/s-0031-1283725
Geburtshilfe und Perinatalmedizin
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Zytologische Kontrollen der Cervix uteri

I. Kaestner
,
A. Seeger
,
K. Nilges
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Publication Date:
18 October 2011 (online)

Kernaussagen

  • Nicht die Konisation, sondern die Differenzialkolposkopie mit gezielter Biopsie ist das Goldstandardverfahren bei auffälligen zytologischen Befunden.

  • Eine CIN I hat eine hohe Spontanremissionsrate von 55 – 60 %, bei einer CIN II beträgt sie noch 40 % und bei einer CIN III nur noch 10 – 33 %.

  • Eine CIN-III-Läsion sollte direkt einer Therapie mittels Laserkonisation bzw. LEEP (Loop electrosurgical Excision Procedure) zugeführt werden.

  • Zu Beginn jeder Schwangerschaft sollte ein aktueller zytologischer Status vorliegen. Auffällige Befunde müssen auch in der Schwangerschaft konsequent abgeklärt werden.

  • Die Schwangerschaft stellt kein erhöhtes Risiko für die Progression einer Dysplasie dar [20].

  • Die Therapie des invasiven Zervixkarzinoms in der Schwangerschaft hängt vom FIGO-Stadium und der Schwangerschaftswoche ab.