Psychiatrie und Psychotherapie up2date 2011; 5(06): 321-332
DOI: 10.1055/s-0031-1276958
Abhängigkeitserkrankungen

Motivationstherapie bei Alkoholerkrankungen

Ulrich Frischknecht
,
Falk Kiefer
Kernaussagen
  • Motivationstherapie hat in verschiedenen Settings und mit unterschiedlichen Ausrichtungen in der Behandlung von Alkoholproblemen Einzug gehalten und sich als hilfreiche und wirksame Methode erwiesen.

  • Basierend auf dem theoretischen Überbau des Transtheoretischen Modells der Verhaltensänderung und der Entwicklung der Motivierenden Gesprächsführung konnten strukturierte Leitfäden zur Behandlung von Alkoholproblemen in der Hausarztpraxis, im Rahmen des qualifizierten Entzuges, der ambulanten und stationären Psychotherapie und der Medikamentencompliance entwickelt und erfolgreich in die Praxis implementiert werden.

  • Die dadurch erreichte Erlernbarkeit der Motivationstherapie legt somit den Grundstein für die Überwindung des Duktus „Motivation ist Voraussetzung für Behandlung“ hin zu „Motivierung ist Teil der Behandlung“ und trägt dazu bei, dass auch die Therapie mit Patienten mit Alkoholerkrankungen als freudig und gewinnbringend erlebt werden kann.



Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
20. Oktober 2011 (online)

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