PiD - Psychotherapie im Dialog 2011; 12(2): 118-122
DOI: 10.1055/s-0031-1276811
Aus der Praxis
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Web 2.0 – Soziale Netzwerke und Psychotherapie

Thomas  Berger
Further Information

Publication History

Publication Date:
14 June 2011 (online)

Zusammenfassung

Internetportale, die eine aktive Mitgestaltung der Inhalte und Vernetzung der Nutzer erlauben, spielen auch im Gesundheitswesen eine zunehmende Rolle. In unzähligen Diskussionsforen, Blogs oder Gruppen, die sich auf Facebook zusammenschließen, diskutieren psychisch belastete Menschen über ihre Probleme und suchen den Kontakt zu anderen Betroffenen. Ärzte und Psychotherapeuten verfolgen diese Entwicklung oft kritisch. Möglichkeiten, soziale Medien gezielt für therapeutische Zwecke zu nutzen, werden wenig diskutiert. Am Beispiel von internetbasierten Therapie- und Beratungsansätzen wird dargestellt, wie die aktive Partizipation und der gegenseitige Austausch zwischen Betroffenen therapeutische Interventionen ergänzen können. Erfahrungen mit entsprechenden Anwendungen zeigen, dass zahlreiche hilfreiche Faktoren realisiert werden, die auch aus Gruppenpsychotherapien bekannt sind. Mögliche Konsequenzen für den ergänzenden Einsatz von Internetforen im Rahmen von Face-to-Face-Psychotherapien werden diskutiert.

Literatur

PD Dr. phil. Thomas Berger

Universität Bern
Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie

Gesellschaftsstraße 49

3012 Bern, Schweiz

Email: thomas.berger@ptp.unibe.ch