Zahnmedizin up2date 2011; 5(2): 183-202
DOI: 10.1055/s-0030-1270910
Parodontologie

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Wechselwirkungen zwischen parodontalen und systemischen Erkrankungen

James Deschner, Søren Jepsen
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Publication Date:
01 April 2011 (online)

Einleitung

Bei der Parodontitis handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Parodonts, die durch den Verlust von Knochen, Kollagen und Attachment gekennzeichnet ist. Die Prävalenz der Parodontitis in Deutschland ist hoch und nimmt voraussichtlich auch weiterhin zu. Parodontitis wird verursacht durch parodontalpathogene Mikroorganismen im subgingivalen Biofilm, wobei zusätzliche exogene und endogene Faktoren, wie z. B. Rauchen, Stress und genetische Disposition, entscheidende Risikofaktoren für die Entstehung und Progression einer Parodontitis darstellen (Abb. [1]) [[1]]. Zu den Kofaktoren einer Parodontitis zählen auch systemische Erkrankungen, d. h. Erkrankungen des Gesamtorganismus, die wiederum auch selbst in ihrer Entstehung und im Verlauf durch eine Parodontitis beeinflusst werden können (Abb. [2]).

Abb. 1 Ätiopathogenese der Parodontitis (nach Page u. Kornman 1997) (PMN: polymorphkernige Granulozyten).

Abb. 2 Parodontale und systemische Erkrankungen können sich gegenseitig beeinflussen. Zusätzlich existieren gemeinsame Risikofaktoren für parodontale und systemische Erkrankungen.

Der folgende Übersichtsbeitrag ist den Interaktionen zwischen parodontalen und systemischen Erkrankungen (Diabetes mellitus, kardiovaskuläre Erkrankungen, Frühgeburtlichkeit, Adipositas, rheumatoide Arthritis) gewidmet und soll dem Leser den aktuellen Wissensstand sowie die möglichen Konsequenzen für die zahnärztliche Praxis aufzeigen.

Literatur

Prof. Dr. James Deschner

Experimentelle Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung
und Präventive Zahnheilkunde
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität

Welschnonnenstraße 17

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