RSS-Feed abonnieren
DOI: 10.1055/s-0030-1265327
Innovative Unterstützungsmöglichkeiten in der häuslichen Palliativversorgung – das BMBF-Projekt PAALiativ
Hintergrund: Der demographische Wandel und die damit einhergehende Zunahme an älteren, hilfsbedürftigen und auch schwerkranken Menschen fordert das Gesundheitswesen zu innovativen Versorgungsformen heraus, wenn es dem Wunsch der Bevölkerung nach einem Verbleib in der gewohnten häuslichen Umgebung nachkommen will. Der Ansatz Ambient Assisted Living (AAL) fokussiert auf Unterstützung der Menschen durch Integration und einfacher Handhabung bereits bekannter Medien mit hochmoderner Kommunikationstechnologie.
Hauptziel des Forschungs-und Entwicklungsprojektes PAALiativ ist daher, eine die Kommunikation fördernde Versorgungsinfrastruktur für Palliativpatienten bereit zu stellen. Das Gefühl von Sicherheit und Verlässlichkeit für schwerkranke Menschen impliziert eine sensible Abstimmung von Technik mit an der Versorgung beteiligten Akteuren.
Projekt: Die Unterstützung bei der Bewältigung von Krisen, hier exemplarisch bei COPD-und Lungenkarzinompatienten, wird durch die Entwicklung sogenannter Kriseninterventionspfade angestrebt. Mittels Monitoring zur Erfassung relevanter Daten kann die Krisenzentrale, eingebettet in eine Hauskommunikationsplattform, weitere Schritte zur benötigten Intervention bei den betroffenen Menschen einleiten. Bekannte Kommunikationssysteme wie zum Beispiel Fernseher und Telefon, die durch Implementierung weiterer technologischer Möglichkeiten neben der gewohnten Nutzung eine sofortige Übermittlung der Ist-Situation zulassen, fördern somit die Verständigung mit benötigten Akteuren in der Versorgungskette. Neben den professionellen Versorgern spielen der Aufbau und die integrierte Betreuung durch niederschwellige und individuelle Angebote, häufig aus dem vertrauten Umfeld der Patienten, eine bedeutende Rolle.
Das PAALiativ-Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über drei Jahre bis 2012 gefördert. Acht Konsortiumspartner arbeiten während dieser Zeit in den Forschungs-und Entwicklungsstadien eng zusammen.