Frauenheilkunde up2date 2010; 4(6): 411-421
DOI: 10.1055/s-0030-1262690
Geburtshilfe und Perinatalmedizin

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart ˙ New York

Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen in der Schwangerschaft

N. Teich, H. Stepan
Further Information

Publication History

Publication Date:
13 December 2010 (online)

Kernaussagen

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) manifestieren sich meist im jungen Erwachsenenalter – in einem Zeitraum, in dem auch die Familienplanung stattfindet. Häufig sind CED-Patienten jedoch unsicher angesichts zahlreicher Fragen zum Thema Kinderwunsch, Schwangerschaftsverlauf und der Prognose des Kindes. Eine mögliche Vererbung der CED, eventuelle angeborene Abnormalitäten des Kindes und die befürchtete medikationsbedingte Teratogenität stellen häufig geäußerte Sorgen dar und beeinflussen damit auch die Familienplanung. Deutlich geringer ist demgegenüber die Angst der meisten CED-Patientinnen vor negativen Auswirkungen der Schwangerschaft auf die eigene Krankheit.

Das Bekanntwerden einer Schwangerschaft bei einer Patientin mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sollte von den beteiligten Ärzten positiv reflektiert werden, weil sowohl das krankheitsspezifische als auch das therapieassoziierte Schwangerschaftsrisiko gering sind. Ziel ist daher eine Remission oder eine niedrige Krankheitsaktivität vor und während der Schwangerschaft.

Literatur

PD Dr. med. N. Teich

Internistische Gemeinschaftspraxis für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten

Funkenburgstraße 19

04105 Leipzig

Email: [email protected]