Gastroenterologie up2date 2011; 7(3): 195-204
DOI: 10.1055/s-0030-1256673
Leber/Galle/Pankreas

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Chirurgische Therapieoptionen bei Lebermetastasen

Christian  Moench, Teresa  Schreckenbach, Wolf  O.  Bechstein
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Publication Date:
23 September 2011 (online)

Kernaussagen

Chirurgische Resektabilität

  • Aufgrund der Weiterentwicklung von chirurgischen Techniken, Chemotherapieprotokollen und perioperativer Behandlung stellen metastasierte Tumorleiden heute nicht mehr primär eine Palliativsituation für den Patienten dar. Eine chirurgische Resektion von Metastasen kann heute zu einer deutlichen Prognoseverbesserung für den Patienten führen.

  • Durch einen Paradigmenwechsel in der Therapie kolorektaler Lebermetastasen sind heute nicht mehr Größe und Anzahl der Metastasen für die Indikationsstellung entscheidend, sondern vielmehr die Möglichkeit einer R0-Resektion und ein ausreichend großer verbleibender Leberrest. Es zählt, was bleibt.

Multimodale Therapiekonzepte

  • Es wurde gezeigt, dass durch multimodale Therapiekonzepte auch primär nicht resektable Metastasen in ein resezierbares Stadium überführt werden können.

  • Patienten mit metastasierten Tumorleiden sollten immer in einem interdisziplinären Tumorboard vorgestellt werden, damit ein individueller Therapieplan erstellt werden kann.

Literatur

PD Dr. med. Christian Moench

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Theodor-Stern-Kai 7
60590 Frankfurt am Main

Email: Christian.moench@kgu.de