Radiologie up2date 2011; 11(3): 251-264
DOI: 10.1055/s-0030-1256518
Muskuloskelettale Erkrankungen

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

MRT bei Verletzungen der lateralen und angrenzenden Bänder des Sprunggelenks

MRI of injuries of the lateral ankle ligamentsM.  Breitenseher
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Publication Date:
05 September 2011 (online)

Zusammenfassung

Der häufigste Sportschaden des Fußes betrifft den lateralen Bandapparat und die angrenzenden Bänder. Die klinische Untersuchung, die Röntgenuntersuchung und eventuell die Stressradiografie erlauben eine grobe, indirekte, jedoch für den klinischen Alltag oft ausreichende Beurteilung des lateralen Bandapparats. Das exakte Verletzungsausmaß kann am besten mit der MRT erfasst werden. Voraussetzung ist eine optimierte Untersuchungstechnik mit definierter und reproduzierter Lagerung des Fußes mit korrekt angulierten Sequenzen und einer entsprechenden Analyse des Verletzungsausmaßes der einzelnen Bänder. Wichtig ist es, die angrenzenden Bandstrukturen, nämlich die des Sinus tarsi und die Syndesmosenbänder, ebenfalls zu beurteilen.

Bei ausgewählten Indikationen kann das Verletzungsausmaß am lateralen Bandapparat und den angrenzenden Bandstrukturen am besten mit der MRT beurteilt werden. Weitere Begleitverletzungen wie osteochondrale Verletzungen und Weichteilverletzungen können ebenfalls mit der MRT erfasst werden.

Abstract

The most frequent sport injury of the ankle is located in the lateral ankle ligaments. The diagnosis of lateral collateral ankle ligament trauma is based on patient history, clinical examination, and stress radiography, allowing a fair diagnosis for the daily routine. For the direct visualization and precise diagnosis of the lateral ankle ligaments MRI provides the best answer. MRI is used with controlled positioning of the foot, correct angulation of sequenzes, and distinct analysis of MR findings. Sinus tarsi ligaments and ligaments of the distal syndesmosis should be included to the report. In selected patients MRI allows the best evaluation of the extent of the lateral ankle ligaments. MRI is the method of choice for combined osteochondral injuries and soft tissue lesions too.

Kernaussagen

  • Der häufigste Sportschaden des Fußes betrifft den lateralen Bandapparat und die angrenzenden Bänder. Beim Supinationstrauma kommt es zu einer typischen Reihenfolge der Bandverletzungen, beginnend mit dem Lig. talofibulare anterius, gefolgt vom Riss des Lig. calcaneofibulare, den Sinus-tarsi-Bändern und zum Schluss dem Lig. talofibulare posterius.

  • Die klinische Untersuchung, die Röntgenuntersuchung und evtl. die Stressradiografie erlauben eine grobe, indirekte, jedoch für den klinischen Alltag oft ausreichende Beurteilung des lateralen Bandapparats.

  • Im Gegensatz dazu ist es mit der MRT möglich, das exakte Verletzungsausmaß direkt zu beurteilen. Voraussetzung ist eine optimierte Untersuchungstechnik mit definierter und reproduzierter Lagerung des Fußes, korrekt angulierten Sequenzen und einer entsprechenden Analyse des Verletzungsausmaßes der einzelnen Bänder.

  • Bei ausgewählten Indikationen kann so mittels MRT das Verletzungsausmaß am lateralen Bandapparat und den angrenzenden Bandstrukturen bestmöglich beurteilt werden.

Literatur

Prof. Dr. Martin Breitenseher

Landesklinikum Waldviertel Horn
Institut für Radiologie und interventionelle Radiologie

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