Fortschr Röntgenstr 2010; 182 - WI_PO38
DOI: 10.1055/s-0030-1253042

3D-CT der Trachea mit Funktionsprüfungen bei Tracheomalazie

C Vockelmann 1, A Witteler 1, K Mathias 1
  • 1Klinikum Dortmund, Radiologische Klinik, Dortmund

Ziele: Die Tracheomalazie stellt eine Erkrankung dar, die zu einem Kollaps der Trachea in Inspiration führt. Hieraus resultiert ein inspiratorischer Stridor, klinisch klagen die Patienten über Dyspnoe.

Zum Nachweis einer Tracheomalazie führten wir eine Computertomographie der Trachea mit Funktionsprüfungen durch. Methode: Wir berichten über eine 78jährige Patientin, bei der nach einer komplizierten Herzoperation mit einer Tracheotomie bereits seit über 10 Jahren eine Trachealstenose bekannt ist. Bei jetzt zunehmender Dyspnoe führten wir eine CT der Trachea in normaler Atemlage durch. Zusätzlich fertigten wir Serien im Saug- und im Preßversuch durch. Alle drei Serien wurden als Low-Dose-CT angefertigt.

Es erfolgte eine Messung der Trachealöffnungsfläche in allen drei Serien. Zusätzlich fertigten wir eine Volume Rendering-Darstellung der Trachea in normaler Atemlage sowie im Saug- und im Preßversuch an.

Die Untersuchung erfolgte an einem VCT der Firma GE, die Nachverarbeitung führten wir an einer Advantage Windows Workstation 4.2 der Fa. GE durch. Ergebnis: Nach der Tracheotomie stellt sich die Trachea über eine Länge von etwa 5cm sehr unregelmäßig konfiguriert dar. In normaler Atemlage weist die Trachea auf Höhe der Trachealstenose ein Lumen von 106mm2 auf, thorakal unter der Stenose beträgt die Trachealfläche280mm2. Unter Valsalvamanöver besteht eine Aufweitung der Trachea im Stenosebereich auf 120mm2, thorakal beträgt das Lumen etwa 330mm2. Im Saugversuch kommt es zu einem Trachealkollaps mit einem minimalen Lumen von etwa 18mm2. Schlussfolgerung: Die 3D-CT der Trachea mit Funktionsprüfungen eignet sich hervorragend zur Visualisierung einer Trachealstenose und einer Tracheomalazie. Dabei ist der Schweregrad der Verengung sehr genau beurteilbar. Für die Therapieplanung entscheidende Parameter wie die Ausdehnung der Instabilität sind mit der CT exakt und valide zu beantworten.

Korrespondierender Autor: Vockelmann C

Klinikum Dortmund, Radiologische Klinik, Beurhausstr. 40, 44137 Dortmund

E-Mail: c.vockelmann@do-radiology.de