Dialyse aktuell 2010; 14(1): 30-36
DOI: 10.1055/s-0030-1249240
Pflege

© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Ernährung im Postaggressionsstoffwechsel – Der Malnutrition des Dialysepatienten richtig begegnen

Nutrition in post-aggression metabolism – How to correctly manage a dialysis patient's malnutritionLutz Griebel1
  • 1Nephrologische Intensivstation, Medizinische Klinik 4, Universitätsklinik Erlangen (Stationsleitung: Jens Schriewer)
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Publication Date:
12 February 2010 (online)

Die optimale Ernährung eines Dialysepatienten im Postaggressionsstoffwechsel ist eine große Herausforderung für das betreuende medizinische Team. An der Dialyse kommt es häufig zur Malnutrition. Die Nebenwirkungen einer Mangelernährung im Stress-Stoffwechsel sind ein großes Problem. Jedoch kann man mit einer ausgewogenen enteralen und parenteralen künstlichen Ernährung viele Komplikationen im Krankheitsverlauf minimieren oder sogar ausschließen. Ein individuell auf den Patienten abgestimmter Ernährungsplan hilft, im Gegensatz zum pauschalen Ernährungsstandard, deutlich weiter. Dabei spielt gerade in den Phasen des Postaggressionsstoffwechsels eine bilanzierte enteral-parenterale Ernährung eine wichtige Rolle. Da vielerorts das abstrakte Wissen über dieses Thema beim medizinischen Personal nicht vorhanden ist oder nicht genutzt wird, sollte das Bewusstsein dafür geweckt werden, um in Zukunft individueller handeln zu können.

Optimal nutrition of a dialysis patient in post-aggression metabolism is a formidable challenge to the medical care team. Malnutrition often occurs during dialysis. The side effects of malnutrition during stress metabolism are a great problem. However, it is possible to minimize or even exclude many of the problems arising in the course of the disease, by resorting to a well-balanced enteral or parenteral nutrition. A well-balanced nutritional plan properly adjusted to the individual patient's needs is a great help contrary to a „run-of-the-mill“ routine. As care personnel is often not basically conversant with the knowledge of this subject, the present study aims at drawing attention to this problem to promote an individually more acutely adequate approach.

Literatur

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Korrespondenz

Lutz Griebel

Lupinenweg 11

91058 Erlangen

Email: lutz.griebel@web.de

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