Subscribe to RSS
DOI: 10.1055/s-0029-1245014
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart ˙ New York
Lebensqualität älterer Dialysepatienten erhalten
15. Lausitzer DialyseseminarPublication History
Publication Date:
05 January 2010 (online)
Das diesjährige Lausitzer Dialyseseminar stand unter dem Motto, wie sich die Lebensqualität bei älteren Dialysepatienten erhalten lässt. Die nephrologische Praxis von Dr. Wilfried Dschietzig und Kollegen lud zum 15. Mal Interessierte in das Radisson Hotel Cottbus ein. Generell beeinflussen das hohe Lebensalter und die hohe Komorbidität die Lebensqualität negativ. Zu den Haupttodesursachen gehören hierbei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem ist der Anteil depressiver Menschen bei Dialysepatienten im Vergleich zu Nierengesunden deutlich größer. Insgesamt wäre eine umfassendere Pflege der Patienten in kleineren Gruppen wünschenswert.
"Eine hohe Lebensqualität bei älteren Dialysepatienten steht vor einer Lebensverlängerung" - mit diesen Worten eröffnete Dr. Wilfried Dschietzig, Cottbus, die Veranstaltung. Das hohe Lebensalter und die hohe Komorbidität reduzieren die Lebensqualität. Im Vordergrund stehen hierbei kardiovaskuläre Erkrankungen wie die koronare Herzkrankheit (KHK) und die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Statistischen Daten und der Elderly-Studie zufolge liegt die Mortalität durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Dialysepatienten um ein Vielfaches höher als die der allgemeinen Bevölkerung. Die Mehrzahl der Patienten ist älter als 60 Jahre, der Pflegeaufwand steigt mit dem Alter und der sinkenden Mobilität.
An der Elderly-Studie nahmen 89 Zentren mit 2500 Patienten teil. Die Überlebenswahrscheinlichkeit betrug nach 2 Jahren 80 %. Die Haupttodesursache waren Herz-Kreislauf- und entzündliche Erkrankungen. Um auch genauere Aussagen über den weiteren Krankheitsverlauf, die Anzahl der Hospitationen und den Einfluss der Begleiterkrankungen zu treffen, läuft diese Studie weiter. Dank hoch moderner Dialysegeräte und den sich daraus ergebenden kürzeren Vorbereitungszeiten muss die umfassende Pflege der Patienten stärker in den Vordergrund rücken. Dies sollte in kleinen Pflegegruppen und mithilfe von Pflegeeinstufungen in allgemeine und spezielle Pflege geschehen, betonte Schwester Heike Kockro, Cottbus, in ihrem Vortrag.
