Radiologie up2date 2010; 10(2): 95-97
DOI: 10.1055/s-0029-1244030
Der besondere Fall

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Pulmonale Manifestation eines Morbus Crohn

K.  Hüper
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Publication Date:
15 June 2010 (online)

Fallvorstellung

Die 28-jährige Patientin litt seit ihrer Schwangerschaft vor 1 Jahr unter kontinuierlich zunehmender Luftnot und einem inzwischen erheblich reduziertem Allgemeinzustand mit verminderter Belastbarkeit. Eine Infektion oder eine Gewichtsabnahme bestanden nicht. Leichtere obstruktive Atembeschwerden waren bereits seit mehreren Jahren bekannt und wurden unter der Verdachtsdiagnose eines Asthma bronchiale behandelt. Der vor 6 Jahren diagnostizierte Morbus Crohn hatte seit einigen Jahren keine Krankheitsaktivität mehr gezeigt, sodass auf eine remissionserhaltende immunsuppressive Basistherapie verzichtet worden war.

Abb. 1 Thoraxübersicht. a Die Übersichtsaufnahme zeigt bei ausreichender Inspirationstiefe eine unspezifische interstitielle Zeichnungsvermehrung über beiden Lungen. Die asymmetrische Darstellung der zentralen Pulmonalarterien ist projektionsbedingt (in der CT keine nachweisbare Hilusasymmetrie). b Die aus dem CT-Schnittbilddatensatz errechneten koronaren Slabs in minIP zeigen langstreckige Veränderungen des rechten zentralen Bronchialsystems mit irregulärer deutlicher Lumeneinengung.

Abb. 2 Die axialen CT-Schnittbilder zeigen überwiegend feinnoduläre interstitielle Veränderungen in allen Lungenlappen, die jeweils gruppenartig angeordnet sind.

Literatur

Dr. med. Katja Hüper

Medizinische Hochschule Hannover
Institut für Radiologie

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