Zahnmedizin up2date 2010; 4(2): 131-143
DOI: 10.1055/s-0029-1240995
Endodontologie

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Die maschinelle Wurzelkanalaufbereitung

Thomas Schwarze
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Publication Date:
01 April 2010 (online)

Einleitung

Eine Wurzelkanalbehandlung gliedert sich in die 3 Schritte Präparation, Desinfektion und Obturation des Kanalsystems. Die Präparation ist dabei oft der aufwendigste Arbeitsschritt, dessen vordringliches Ziel die Entfernung von Geweberesten und Mikroorganismen ist. Bei der Kanalpräparation sollen daher die mechanisch zugänglichen Hauptkanäle des Kanalsystems vom vitalen oder nekrotischen Pulpagewebe gereinigt und gleichmäßig konisch von koronal nach apikal erweitert und ausgeformt werden. Dabei soll der ursprüngliche Kanalverlauf nach Möglichkeit beibehalten werden, sodass der aufbereitete Kanal den ursprünglichen Kanal im Idealfall vollständig umschließt und die apikale Konstriktion erhalten bleibt. Eine unnötige Schwächung der Wurzel durch übermäßigen Materialabtrag ist zu vermeiden. Die Qualität der Kanalaufbereitung hat entscheidende Bedeutung für die Desinfektion und dichte Obturation des Kanalsystems. Eine ausreichende chemische Desinfektionswirkung kann nur erreicht werden, wenn die Spüllösungen durch die mechanisch aufbereiteten Hauptkanäle tief in Nebenkanäle und das angrenzende Dentin einwirken können. Eine dauerhafte dreidimensionale Kanalfüllung wird durch eine gleichmäßig konische Kanalpräparation vereinfacht [[1], [2]].

Ziele der Wurzelkanalpräparation

  • Entfernung des Pulpagewebes (vital oder nekrotisch)

  • mechanische Entfernung der Bakterien und Abtragung infizierten Kanalwanddentins

  • konische Ausformung des Kanals zur Verbesserung der Spülwirkung und Erleichterung einer dichten Wurzelkanalfüllung

Literatur

PD Dr. Thomas Schwarze

Eckermannstr. 9

30625 Hannover

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