Zahnmedizin up2date 2010; 4(2): 147-163
DOI: 10.1055/s-0029-1240872
Oralmedizin

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Biokompatibilität zahnärztlicher Materialien

Gottfried Schmalz
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
01. April 2010 (online)

Einleitung

Die Bedeutung der Biokompatibilität (Verträglichkeit) zahnärztlicher Materialien hat in den letzten Jahren in der täglichen Praxis, aber auch in der öffentlichen Diskussion erheblich zugenommen. Ausgangspunkt war im Wesentlichen die Debatte um den Werkstoff Amalgam. Bei genauer Analyse dieser öffentlichen, aber auch in jeder Praxis geführten Diskussionen sind Denk- und Argumentationsmuster evident geworden, die mühelos auf andere Bereiche innerhalb und außerhalb der Zahnheilkunde (z. B. Fluoride, Kernkraftwerke) übertragen werden können. Wir werden in Zukunft z. B. bei der Diskussion über die Verträglichkeit von Kompositkunststoffen wieder auf sie treffen.

Umso wichtiger ist es zu analysieren, was man aus der Amalgamdiskussion lernen kann, und zwar nicht nur im Hinblick auf die gesellschaftliche Debatte und die Positionierung von Herstellern, zahnärztlichen Verbänden und wissenschaftlichen Gesellschaften, sondern auch im Hinblick auf die tägliche Arbeit des Zahnarztes am Patienten.

Jeder Zahnarzt kennt bei seinen Patienten Nebenwirkungen zahnärztlicher Materialien, auch wenn sie insgesamt sehr selten auftreten. Aber auch das zahnärztliche Personal in der Praxis ist zunehmend betroffen. Schließlich fragen die Patienten: „Ist es auch sicher?“ Neue gesetzliche Bestimmungen betreffen die Biokompatibilität (z. B. Medizinproduktegesetz); und sie beeinflussen entscheidend die Auswahl zahnärztlicher Materialien. Dies dient zunächst dem Patientenschutz, aber auch dem Schutz des Anwenders. Genügend Gründe, um sich mit dem Thema Biokompatibilität eingehender zu befassen. Im Folgenden kann dieses Thema aus Platzgründen nur schwerpunkthaft behandelt werden. Der interessierte Leser sei für weitergehende Informationen auf entsprechende Lehrbücher verwiesen [[1], [2]].

Literatur

Prof. Dr. med. dent. Gottfried Schmalz

Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie

93042 Regensburg

Telefon: 09 41/9 44 60 24

Fax: 09 41/9 44 60 25

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