Frauenheilkunde up2date 2009; 3(6): 433-444
DOI: 10.1055/s-0029-1224682
Geburtshilfe und Perinatalmedizin

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart ˙ New York

Plazentationsstörungen

S. Landt, M. Schmidt
Further Information

Publication History

Publication Date:
15 December 2009 (online)

Kernaussagen

Eine im 1. Trimenon festgestellte Placenta praevia persistiert in 90 % der Fälle nicht bis zum Geburtstermin. Das Risiko ist abhängig vom Grad der Überlappung des inneren Muttermundes und vom Schwangerschaftsalter zum Zeitpunkt der Diagnose.

Die Diagnose einer Placenta praevia erfolgt sonografisch und sollte sorgfältig im Mutterpass dokumentiert werden, um rechtzeitig auf mögliche Komplikationen reagieren zu können.

Die Möglichkeit einer Prolongation der Schwangerschaft bei Placenta-praevia-Blutungen ist abhängig vom maternalen und fetalen Zustand.

Bei Risikopatientinnen mit Placenta praevia und vorausgegangenen Kaiserschnitten sollte besonderes Augenmerk auf die Möglichkeit einer gestörten Plazentaimplantationstiefe gerichtet werden.

Bei präpartaler Diagnose einer fortgeschrittenen Plazentaimplantationsstörung (Placenta increta / percreta) ist die am häufigsten empfohlene Therapie noch immer die Sektiohysterektomie.

Bei pathologisch tiefer Plazentaimplantation ist in bestimmten Fällen ein konservatives Management mit Belassen der Plazenta in utero unter engmaschiger Überwachung der Patientin möglich.

Literatur

Dr. med. S. Landt
PD Dr. med. Markus Schmidt

Universitätsfrauenklinik Essen

Hufelandtstraße 55

45122 Essen

Email: [email protected]

Email: [email protected]