Zentralbl Chir 2009; 134(4): 292-297
DOI: 10.1055/s-0029-1224526
Originalarbeit

© Georg Thieme Verlag Stuttgart ˙ New York

Arterielle Gefäßverletzungen im Rahmen offener Frakturen – Management und Versorgung

Arterial Injuries Combined with Open Fractures – Management and TherapyG. Gäbel1 , J. Pyrc2 , I. Hinterseher1 , H. Zwipp2 , H.-D. Saeger1 , H. Bergert1
  • 1Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden, Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie
  • 2Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden, Klinik und Poliklinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie
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Publication Date:
17 August 2009 (online)

Zusammenfassung

Gefäßverletzungen stellen ein seltenes Krankheitsbild dar. In Friedenszeiten werden Gefäß­verletzungen im Rahmen von Unfällen bei etwa 1–4 % beobachtet. Insbesondere die Versorgung von offenen Frakturen mit arteriellen Gefäßverletzungen stellt eine große Herausforderung dar. Diese Frakturen gehen für gewöhnlich mit einem massiven Weichteilschaden und Verletzungen von neurologischen Strukturen einher. Die allgemeine Prognose bei solchen Verletzungen hängt von einer zügigen und suffizienten Diagnostik und Therapie ab. Wobei gerade bei kreislaufinstabilen Patienten auf zeitintensive präoperative Diagnostik verzichtet werden sollte und eine ­primäre operative Therapie angestrebt werden muss. Im Vordergrund der Gefäßrekonstruktion steht die spannungsfreie Naht, die häufig nur durch eine Interposition möglich wird. Aufgrund der hohen Infektionsgefahr ist hierbei die Verwendung von autologer Vene zu favorisieren. Wir demonstrieren anhand unseres Patienten­gutes das interdisziplinäre Management solcher Verletzungen an unserer Klinik.

Abstract

Vascular injuries are an uncommon finding. In times of peace vascular injuries occur in approximately 1–4 % during traffic accidents. Especially challenging is the treatment of open fractures combined with arterial lesions. These fractures are usually accompanied with severe soft tissue damage and injuries to neurological structures. The overall prognosis of these trauma patients is dependent on fast and sufficient diagnostics and therapy. In particular, for unstable patients time-consuming diagnostics can be dispensed and a primarily operative therapy should be targeted. Vascular reconstruction by direct suture is sometimes only possible with interposition and should be the primary goal. Interposition should be performed with autologous vein material because of the high risk of infection. Here we demonstrate on the basis of our patients the interdisciplinary ­management of such trauma patients in our hospital.

Literatur

G. Gäbel

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden · Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie

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