Gastroenterologie up2date 2009; 5(3): 195-208
DOI: 10.1055/s-0029-1215085
Darm/Anorektum

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Update M. Crohn

Britta  Siegmund, Martin  Zeitz
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Publication Date:
28 September 2009 (online)

Kernaussagen

Pathogenese und Klinik

  • Der Morbus Crohn stellt eine multifaktorielle Erkrankung dar, sowohl die genetische Prädisposition als auch Umweltfaktoren tragen zur Entstehung bei.

  • Es können alle Abschnitte des Gastrointestinaltraktes betroffen sein. Das Befallsmuster prägt wesentlich das klinische Bild (z. B. Dünndarmbefall: Diarrhöen, Malabsorption).

Diagnostik und Therapie

  • Bei einem akuten Schub müssen nicht nur andere Ursachen für die Beschwerden (infektiöser Art), sondern auch Fisteln und Abszesse vor Einleitung der Therapie ausgeschlossen werden.

  • Steroide dienen der Behandlung des akuten Schubs, spielen in der Remissionserhaltung aber keine Rolle. Bei steroidabhängigem oder steroidrefraktärem Verlauf muss eine immunsuppressive Therapie eingeleitet werden.

  • Komplikationen im Sinne von Stenosen, Fisteln und Abszessen erfordern eine interdisziplinäre Behandlung durch Internisten und Chirurgen.

Literatur

PD Dr. med. Britta Siegmund

Charité – Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin
Medizinische Klinik I
mit Schwerpunkt Gastroenterologie/Rheumatologie/Infektiologie

Hindenburgdamm 30
12200 Berlin

Email: britta.siegmund@charite.de