Gastroenterologie up2date 2009; 5(2): 131-142
DOI: 10.1055/s-0029-1214781
Endoskopie/Gastrointestinale Radiologie/Sonografie

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Endoskopische Therapie von Frühneoplasien im oberen Gastrointestinaltrakt

Hendrik  Manner, Jürgen  Pohl, Christian  Ell
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Publication Date:
30 June 2009 (online)

Kernaussagen

Staging

  • Um die richtige Auswahl von für eine kurative endoskopische Therapie geeigneten Patienten treffen zu können, ist ein genaues initiales Staging einschließlich hochauflösender Endoskopie mit Chromoendoskopie und Endosonografie erforderlich.

Techniken und Indikationen

  • Die endoskopische Resektion (ER) ist bei frühen Neoplasien eine effektive und sichere Alternative zu Ösophagusresektion bzw. Gastrektomie, wenn keine Risikofaktoren für eine Lymphknotenmetastasierung vorliegen.

  • Die Suck-and-Cut-Technik unter Anwendung einer Kappe oder eines Ligatursystems ist die Standardtechnik für die ER früher Neoplasien. Läsionen über 20 mm Größe werden in Piecemeal-Technik abgetragen.

  • Die endoskopische Therapie von Frühneoplasien sollte in Analogie zu chirurgischen Standards in Zentren mit entsprechender Expertise erfolgen („High-Volume-Zentren”).

  • Aufgrund des Risikos metachroner Läsionen und von Rezidiven sollten die Patienten gemäß einem standardisierten Nachsorgeprotokoll nachbeobachtet werden. In der Regel ist eine effektive endoskopische Therapie auch von Zweitläsionen möglich.

Literatur

Dr. med. Hendrik Manner

Abteilung für Innere Medizin II
Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden

Ludwig-Erhard-Straße 100
65199 Wiesbaden

Email: HSManner@gmx.de