Pädiatrie up2date 2009; 4(2): 143-154
DOI: 10.1055/s-0029-1214651
Gastroenterologie

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Differenzialdiagnose chronischer Bauchschmerzen

Rolf  Behrens
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Publication Date:
22 June 2009 (online)

Einleitung

Bauchschmerzen stellen ein alltägliches und häufiges Phänomen im Kindes- und Jugendalter dar. Akute Bauchschmerzen sind zeitlich begrenzt und in der Regel rasch diagnostizierbar. Dagegen sind chronische, rezidivierende Bauchschmerzen für Patient und Eltern eine mehr oder minder große Belastung. Sie sind nicht selten mit einer empfindlichen Beeinträchtigung des Alltagslebens verbunden und für den Pädiater eine erhebliche differenzialdiagnostische Herausforderung [1].

Merke: Chronische Bauchschmerzen werden definiert durch mindestens 3 Schmerzepisoden, die zu einer Unterbrechung der jeweiligen Tätigkeit führen und länger als 3 Monate anhalten.

Das differenzialdiagnostische Problem liegt in der Fülle der möglichen Ursachen. Zusätzlich muss geklärt werden, ob es sich um funktionell oder organisch bedingte Bauchschmerzen handelt. Eine funktionelle Genese überwiegt mit einer Häufigkeit von ca. 73 % deutlich [2]. Deren Definition wurde neuerdings etwas abweichend festgelegt in den Rome-Kriterien (s. unten).

Literatur

Prof. Dr. med. Rolf Behrens

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