Morbus Fabry (Synonym: Anderson–Fabry–Krankheit) ist eine seltene X–chromosomal vererbte
lysosomale Speicherkrankheit. Die verminderte oder fehlende Aktivität des Enzyms alpha–Galaktosidase
A (α–Gal–A) führt zur Speicherung von Glykosphingolipiden in vielen Körperzellen,
vor allem im Gefäßendothel sowie im Parenchym von Herz, Nieren und Gehirn. Erste Krankheitssymptome
treten oft schon in der Kindheit auf, vor allem bei Jungen, werden jedoch vielfach
verkannt. Die Diagnose erfolgt meist erst im Erwachsenenalter. Frauen sind in sehr
variablerem Ausmaß betroffen. Die Lebenserwartung ist wegen irreversibler Organschäden
eingeschränkt. Seit 2001 gibt es eine Enzymersatztherapie, mit der die Krankheitsprogression
aufgehalten und die Lebensqualität der Patienten verbessert werden soll. Dazu ist
ein möglichst frühzeitiger Behandlungsbeginn erforderlich.
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Korrespondenz
Prof. Dr. Roland M. Schaefer
Medizinische Klinik und Poliklinik D Universitätsklinikum Münster
Albert–Schweitzer–Straße 33
48149 Münster
Email: schaefe@uni-muenster.de