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DOI: 10.1055/s-0028-1103093
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart ˙ New York
Weniger Schlaganfälle, Todesfälle und Hospitalisierungen - Therapie bei Vorhofflimmern - mehr als Rhythmuskontrolle!
Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
30. November 2008 (online)
Das menschliche Herz schlägt etwa 60-100-mal pro Minute also 80 000-150 000-mal am Tag. Im Laufe eines 80-jährigen Lebens sind das durchschnittlich 3 Milliarden Schläge - eine einzigartige Ausdauerleistung. Wenn da das Herz einmal aus dem Takt gerät, scheint dies also nicht allzu verwunderlich, ungefährlich jedoch ist Vorhofflimmern nicht. "Zwar ist Vorhofflimmern nicht sofort tödlich", sagte Prof. John Camm, London (UK). Aber laut einer US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 2002 versterben etwa 11,6 % der US-amerikanischen Bevölkerung über 65 Jahren an den Folgen eines Vorhofflimmerns.
Vorhofflimmern schränkt also nicht nur die Lebensqualität der Patienten stark ein, vergleichbar übrigens mit einem Patienten, der eben einen Herzinfarkt erlitten hat, sondern führt auch zu strukturellen und histologischen Veränderungen des Herzens. So vergrößert sich der linke Vorhof, die arterielle Kontraktilität verringert sich ebenso wie die Herzleistung, und es kommt zu einer Degeneration der Kardiomyozyten, erklärte Camm. Auch die Rate arterieller Thrombembolien ist bei Vorhofflimmerpatienten erhöht, und ein Viertel oder sogar ein Drittel aller Schlaganfälle älterer Patienten basiert auf Vorhofflimmern. Damit ist diese kardiale Arrhythmie einer der wichtigsten unabhängigen Risikofaktoren für einen Schlaganfall.
"Dass tatsächlich einmal ein Medikament zur Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern das Potenzial haben wird, das Schlaganfallrisiko der Patienten zu senken, haben wir Mediziner uns nie vorstellen können - und bislang war auch keines der bekannten Antiarrhythmika dazu in der Lage", konstatierte Dr. Stuart J. Conolly, Hamilton (Kanada).
01 A placebo-controlled, double-blind, parallel arm Trial to assess the efficacy of dronedarone 400 mg bid for the prevention of cardiovascular Hospitalizations or death from any cause in patiENts with Atrial fibrillation/atrial flutter
02 Atrial Firbrillation Follow-up Investigation of Rhythm Management
03 Efficacy and safety of dRonedArone for The cOntrol of ventricular rate during atrial fibrillation