Klin Padiatr
DOI: 10.1055/a-2763-4316
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Seltener Fall eines Phalangeal Microgeodic Syndrome bei einer Jugendlichen

A Rare Case of Phalangeal Microgeodic Syndrome in an Adolescent Patient

Authors

  • Max Weinbrecht-Mischkewitz

    1   Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, HELIOS Klinikum Emil von Behring Berlin-Zehlendorf, Berlin, Germany (Ringgold ID: RIN14958)
    2   Section for Biostatistics and Evidence-Based Research, Parker Institute, Bispebjerg and Frederiksberg Hospital, Copenhagen, Denmark
  • Sa-Ra Ro

    3   Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, HELIOS Klinikum Emil von Behring Berlin-Zehlendorf, Berlin, Germany (Ringgold ID: RIN14958)
  • Florentin Donges

    1   Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, HELIOS Klinikum Emil von Behring Berlin-Zehlendorf, Berlin, Germany (Ringgold ID: RIN14958)
  • Steffen Brüggemann

    1   Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, HELIOS Klinikum Emil von Behring Berlin-Zehlendorf, Berlin, Germany (Ringgold ID: RIN14958)
  • Ulrike Fehr

    1   Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, HELIOS Klinikum Emil von Behring Berlin-Zehlendorf, Berlin, Germany (Ringgold ID: RIN14958)
  • Markus Schmitt

    1   Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, HELIOS Klinikum Emil von Behring Berlin-Zehlendorf, Berlin, Germany (Ringgold ID: RIN14958)
  • Annette Günther

    1   Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, HELIOS Klinikum Emil von Behring Berlin-Zehlendorf, Berlin, Germany (Ringgold ID: RIN14958)

Anamnese

Eine 15-jährige Patientin stellte sich im Frühjahr aufgrund seit einem Monat bestehender Schwellungen, Schmerzen und Rötungen aller Finger sowie seit zwei Tagen auch der Zehen vor. Gelegentlich seien lokal begrenzte, livide Verfärbungen aufgefallen, jedoch keine triphasischen Veränderungen im Sinne eines Raynaud-Syndroms (Abfolge von Blässe, Zyanose und Hyperämie zumeist an Fingern oder Zehen). Schmerzen, Schwellungen oder Funktionseinschränkungen anderer Gelenke wurden ebenso verneint wie eine tageszeitliche Dynamik der Beschwerden. Vielmehr seien die Finger ganztägig steif.

Die Gymnasiastin berichtete über erhebliche Einschränkungen der Fingerbeweglichkeit und dadurch der physischen Funktion und der Durchführung alltäglicher Aktivitäten. So sei beispielsweise die Teilnahme am Schulunterricht nicht mehr möglich gewesen, da die Patientin Stifte kaum mehr in der Hand habe halten können. Ebenso sei ihr häufig Besteck aus den Händen gefallen. Infolge ausbleibender Besserung trotz wiederholter kinder- und allgemeinärztlicher Konsultationen über einen Monat entwickelte sich eine zunehmende Resignation.

Seit circa drei Jahren habe die Patientin im Herbst, Winter und Frühling etwa zweimonatlich unter ähnlichen, jedoch milder ausgeprägten Symptomen zunächst der Zehen und später der Finger gelitten, die jeweils spontan remittierten. Eine weiterführende Anamnese einschließlich der medizinischen Vorgeschichte ergab keine relevanten Auffälligkeiten.



Publication History

Received: 20 June 2025

Accepted after revision: 03 December 2025

Article published online:
29 December 2025

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