Open Access
CC BY-NC-ND 4.0 · Geburtshilfe Frauenheilkd
DOI: 10.1055/a-2739-3580
GebFra Science
Review

Jodsupplementierung vor, während und nach der Schwangerschaft?

Artikel in mehreren Sprachen: English | deutsch

Autor*innen

  • Rolf Grossklaus

    1   Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Arbeitskreises Jodmangel e.V. (AKJ), Frankfurt/Main, Germany
    2   ehemals Abteilung Lebensmittelsicherheit, Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin, Germany (Ringgold ID: RIN27652)
  • Klaus-Peter Liesenkötter

    1   Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Arbeitskreises Jodmangel e.V. (AKJ), Frankfurt/Main, Germany
    3   Endokrinologikum Berlin, Zentrum für Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, Berlin, Germany
  • Burkhard Lawrenz

    1   Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Arbeitskreises Jodmangel e.V. (AKJ), Frankfurt/Main, Germany
    4   Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Arnsberg, Germany
  • Frank Thieme

    1   Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Arbeitskreises Jodmangel e.V. (AKJ), Frankfurt/Main, Germany
    5   Berufsverband der Frauenärzte e.V. Sachsen-Anhalt, Freyburg, Germany

Zusammenfassung

Dieser narrative Überblick beschreibt die derzeitig unzureichende Jodaufnahme und den Jodstatus von schwangeren und stillenden Frauen in Deutschland, Europa und weltweit sowie deren Risiken insbesondere für die kindliche neurokognitive und psychomotorische Entwicklung. Er betont die Verantwortung der Gesundheitspolitik, angemessene Maßnahmen für eine ausreichende Jodversorgung aller Bevölkerungsgruppen sicherzustellen und deren Umsetzung, insbesondere in der Schwangerschaft und Stillzeit als besonders kritische Lebensphasen für das ungeborene Kind und den gestillten Säugling, durch ein adäquates Monitoring zu kontrollieren. Zum Stand der nationalen Handlungsempfehlungen zur Jodsupplementierung werden anhand von aktuellen Studien Nutzen und Nachteile der erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Jodversorgung von schwangeren und stillenden Frauen sowie deren Kinder aufgezeigt. Die wichtigste Methode der Jodprophylaxe, auch in der Schwangerschaft und der Stillzeit, ist nach wie vor die universelle Salzjodierung. Solange diese Maßnahme zur Verbesserung der flächendeckenden Jodversorgung nicht möglich ist, soll nach Auffassung des AKJ insbesondere Frauen im gebärfähigen Alter empfohlen werden, Jodpräparate mindestens 3 Monate vor der Konzeption, während der Schwangerschaft und in der Stillzeit kontinuierlich zu sich zu nehmen.



Publikationsverlauf

Eingereicht: 15. Mai 2025

Angenommen nach Revision: 02. November 2025

Artikel online veröffentlicht:
11. Dezember 2025

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