Gefäßmedizin Scan - Zeitschrift für Angiologie, Gefäßchirurgie, diagnostische und interventionelle Radiologie 2025; 12(04): 199-200
DOI: 10.1055/a-2716-1471
Aktuell
Zentrale Venen

Endovaskuläre Behandlung der Mesenterialvenenthrombose

Bei einer akuten Mesenterialvenenthrombose werden zur Behandlung primär Antikoagulantien verabreicht. Damit wird allerdings hauptsächlich das Fortschreiten der Thrombosierung aufgehalten und ein Rezidiv verhindert. Durch direkte Entfernung bzw. Auflösung des Gerinnsels kann der Blutfluss in der betroffenen Vene hingegen schnell wiederhergestellt und so die ischämische Schädigung des Darms eingedämmt werden.

Fazit

Mit der endovaskulären Kombinationstherapie lassen sich eine schnelle Beschwerdelinderung erreichen, Rezidivthrombosen vermeiden und die Reinterventions- und Sterberaten reduzieren. Wichtig dabei ist eine postinterventionelle Kontrollbildgebung, um eine Darmischämie frühzeitig zu erkennen, insbesondere, wenn die Beschwerden trotz Behandlung zunehmen. Bis geklärt ist, welche Patienten von dieser Behandlungsstrategie am meisten profitieren können, muss die Indikation dafür allerdings individuell und unter Berücksichtigung der möglichen Komplikationen sorgfältig abgewogen werden.



Publication History

Article published online:
02 December 2025

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