Arthritis und Rheuma 2022; 42(03): 193-194
DOI: 10.1055/a-1830-6817
Kasuistik Kinderrheumatologie

Mehr als nur Wachstumsschmerzen?

Alexandru Anton Sabo
1   Pädiatrie 2, Pädiatrische Rheumatologie, Klinikum Stuttgart, Olgahospital, Zentrum für Kinder-, Jugend- und Frauenmedizin, Stuttgart
,
Anita Heinkele
1   Pädiatrie 2, Pädiatrische Rheumatologie, Klinikum Stuttgart, Olgahospital, Zentrum für Kinder-, Jugend- und Frauenmedizin, Stuttgart
,
Frederike Blankenburg
1   Pädiatrie 2, Pädiatrische Rheumatologie, Klinikum Stuttgart, Olgahospital, Zentrum für Kinder-, Jugend- und Frauenmedizin, Stuttgart
,
Clemens Wurz
2   Radiologisches Institut, Klinikum Stuttgart, Olgahospital, Zentrum für Kinder-, Jugend- und Frauenmedizin, Stuttgart
,
Hans-Jürgen Pander
3   Institut für Klinische Genetik, Klinikum Stuttgart, Olgahospital, Zentrum für Kinder-, Jugend- und Frauenmedizin, Stuttgart
,
Toni Hospach
1   Pädiatrie 2, Pädiatrische Rheumatologie, Klinikum Stuttgart, Olgahospital, Zentrum für Kinder-, Jugend- und Frauenmedizin, Stuttgart
,
Mohammed Nashawi
1   Pädiatrie 2, Pädiatrische Rheumatologie, Klinikum Stuttgart, Olgahospital, Zentrum für Kinder-, Jugend- und Frauenmedizin, Stuttgart
4   Kinderrheumatologie, König Abdulaziz Universitätsklinikum, Jeddah, Saudi-Arabien
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Sogenannte Wachstumsschmerzen (WS), auch benigne nächtliche Schmerzen, sind im Kindesalter eine häufige Diagnose. Die Prävalenz liegt zwischen 2,6 bis 49,6 % [1]. Die Diagnose kann klinisch und anamnestisch gestellt werden. Der wichtigste diagnostische Hinweis ist die rasche Besserung und völlige Beschwerdefreiheit am Folgetag sowie insbesondere der oft jahrelange Verlauf ohne Progression. Weiterhin spricht die bilaterale, oft wechselnde Lokalisation im Bereich der unteren Extremität sowie die Besserung auf Massage und nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR – Paracetamol oder Ibuprofen) für diese Diagnose. Das Prädilektionsalter liegt zwischen 4 und 12 Jahren [2].

Besonders zu berücksichtigen ist, dass sogenannte Wachstumsschmerzen immer eine Ausschlussdiagnose sind und bei unklarer Symptomatik oder Befunden weitere Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen.

In diesem Artikel stellen wir den Fall einer 3-jährigen Patientin vor, die uns zugewiesen wurde. Bei der Patientin wurde aufgrund von rezidivierenden Beinschmerzen zuerst die Diagnose Wachstumsschmerzen gestellt. Im Verlauf zeigte sich zusätzlich eine Sakroiliitis (SI) und bei der molekulargenetischen Untersuchung konnte ein familiäres Mittelmeerfieber (FMF) nachgewiesen werden (Homozygote c.2080 A > G; p. Met694Va – Mutation im MEFV Gen).



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Article published online:
07 June 2022

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