Aktuelle Dermatologie 2022; 48(06): 244-245
DOI: 10.1055/a-1766-4907
Derma-Fokus

Tumorassoziierte Dermatomyositiden präsentieren sich anders

Rezensent(en):
Susanne Krome

Bereits 1916 beschrieb Stertz den Zusammenhang von Dermatomyositis (DM) und Malignomen. Das Malignomrisiko ist bei Erkrankten mit DM 6–12-fach erhöht. Die retrospektive, monozentrische Studie aus Tübingen belegt demografische, dermatologische und muskuläre Unterschiede bei Erkrankten mit und ohne Malignom.

Fazit

Die Studie bestätigte u.a. ein höheres Lebensalter als Risikofaktor für tumorassoziierte Myositiden und ergab Besonderheiten bei der Manifestation. Vergleiche von Antikörperbefunden (MSA, MAA, ANA; Hep2-Zellen) waren nicht möglich, da sie erst in der letzten Phase der Studienperiode hinreichend bestimmt wurden. Eine besondere Aufgabe für die Zukunft sei die Dokumentation der klinischen Befunde, die über die Bohan-Peter-Kriterien hinausgingen. Ein weiterer Aspekt sei eine standardisierte Nomenklatur. Diese sei z.B. bei Gottron-Zeichen, heliotropem Erythem und Gesichtserythemen uneinheitlich.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
14. Juni 2022

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