PSYCH up2date 2022; 16(01): 37-52
DOI: 10.1055/a-1694-6556
Essstörungen, somatische Belastungsstörungen, Schlafstörungen und sexuelle Funktionsstörungen

Fatigue bei Long COVID

Anna-Lena Weingärtner
1   Innere Medizin VI, Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Tübingen
,
Andreas Stengel
2   Charité Zentrum für Innere Medizin und Dermatologie, Klinik für Psychosomatik; Charité-Universitätsmedizin Berlin, corporate member der Freien Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin und Berliner Institut für Gesundheitsforschung, Berlin
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Persistierende oder neu auftretende Symptome nach durchgemachter Infektion mit SARS-CoV-2 sind häufig und werden als Long COVID bezeichnet. Hierbei stellt die Fatigue das mit großem Abstand häufigste Symptom dar. Der aktuelle Artikel beschäftigt sich mit Fatigue im Rahmen von Long COVID, versucht eine pathogenetische Einordnung und macht Vorschläge zur entsprechenden Behandlung.

Kernaussagen
  • Die psychischen Folgen der COVID-19-Pandemie werden langfristig eine große Rolle spielen.

  • Bei Long COVID ist aufgrund der Häufigkeit und der subjektiven Beeinträchtigung besonders die Fatigue hervorzuheben.

  • Es bleiben offene Fragen zu möglichen Risikofaktoren für die Entwicklung von Long COVID.

  • In der Therapie kommen u. a. aktivierende Bausteine aus der erprobten Behandlung anderer funktioneller Erkrankungen zum Einsatz.



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Article published online:
21 January 2022

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